Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Kontrolle von Wildbachgefahren beginnt mit Gefahrenkarten für Murgänge

13.07.2005


Die effektive Überwachung von Wildbachgefahren ist heute für den Schutz von Menschenleben und Eigentum von höchster Bedeutung - besonders in der Region der europäischen Alpen. Im Rahmen des THARMIT-Projekts wurde eine Reihe von Instrumenten und Verfahren zur zuverlässigen Gefahrenbewertung, -überwachung, -vermeidung und -minderung entwickelt.


Die anhaltende Urbanisierung und die zunehmende Abholzung sowie klimatologische Veränderungen, die zur Bodensedimentation führen, sind bedeutende Faktoren, die das Wildbachrisiko deutlich erhöhen. Trotz der derzeit verfügbaren modernen Technologie für effektive Gefahrenüberwachungs- und -warnsysteme fehlt noch immer ein moderner Ansatz für das Risiko- und Krisenmanagement.

Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, wurden im Rahmen des Projekts die Bedingungen und Parameter umfassend untersucht, die solche Ereignisse auslösen. Ein Teil der Projektarbeit bestand in der Analyse des Risikos von Murgängen, wobei auch verschiedene Szenarien mit Hinblick auf Auslöse- und Ausbreitungsmechanismen für bestimmte Einzugsgebiete beurteilt wurden.


Schutt besteht aus Brocken, die sich von einem Fels oder Berg lösen und eine erheblich Gefahr für Bauwerke und Menschen darstellen. Im Rahmen des Projekts wurden grundlegende Konzepte einschließlich Faktoren der Anfälligkeit gegenüber Murgängen für ein gesamtes Einzugsgebiet untersucht. Dazu gehören topografische, hydro(geo)logische und geotechnische Parameter, Erosionsanfälligkeit und Stabilitätsbedingungen von Hängen sowie Volumen der beweglichen Gesteinsmassen.

Diese Anfälligkeitsfaktoren haben zur Erstellung einer synthetischen "Gefahrenkarte für Murgänge" beigetragen. Diese entwickelten Karten können potenzielle Risikoregionen aufzeigen und die Analyse möglicher Szenarien des Auslösens von Murgängen mit den jeweiligen Volumen unterstützen. Die Projektarbeiten umfassten außerdem Felduntersuchungen, die im Einzugsgebiet von Arbonne (Savoie, Frankreich) durchgeführt wurden.

In Abhängigkeit von den jeweiligen Feldbedingungen kann die Analyse solcher Szenarien die Schätzung der Größe wichtiger Materialvolumen ermöglichen. Dazu gehören diejenigen Gesteinsmassen, die in Anrisszonen vorkommen, ebenso wie diejenigen, die als Murgangmaterialien mobilisiert werden und diejenigen, die die niedrigen Regionen des Einzugsgebiets erreichen.

Prof. Roger Cojean | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ensmp.fr

Weitere Berichte zu: Einzugsgebiet Murgänge Szenario Wildbachgefahren

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer
20.10.2017 | Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

nachricht Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger
20.10.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise