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Mainmetropole packt Feinstaub- und Stickoxidproblem an

08.07.2005


Bundesumweltminister Juergen Trittin: 1,4 Millionen Euro fuer saubere und leise Busse in Frankfurt/Main



Insgesamt rund 1,4 Millionen Euro stellt Bundesumweltminister Juergen Trittin fuer die Anschaffung besonders sauberer und leiser OePNV-Busse in Frankfurt am Main zur Verfuegung. Damit soll die Belastung der Mainmetropole mit Feinstaub und Stickoxiden gesenkt und die Atemluft fuer die Buergerinnen und Buerger sauberer werden. Moeglich wurde diese Unterstuetzung durch die wegweisende Initiative der Frankfurter, rund 20 Prozent der staedtischen Busleistungen in einem europaweiten Wettbewerb auszuschreiben, der jetzt gestartet wurde. Die Mittel kommen dem Unternehmen zu Gute, das den Zuschlag erhaelt und seine Leistungen mit besonders emissionsarmen Bussen erbringt.



Nach Ansicht von Bundesumweltminister Juergen Trittin haben die Frankfurter damit ein bundesweites Modell geschaffen, wie mit Hilfe des OePNV Luftreinhalteproblemen in Innenstaedten und Ballungsraeumen langfristig wirksam begegnet werden kann – jenseits von Aktionismus und Fahrverboten. „Ein Ausschreibungswettbewerb um anspruchsvolle Umweltstandards ist der richtige Weg, damit der OePNV in Sachen Luftreinhaltung nicht mehr Teil des Problems ist, sondern Teil der Loesung wird. Einen attraktiven und umweltschonenden Nahverkehr erwarten auch die um ihre Gesundheit besorgten Buergerinnen und Buerger,“ sagte Juergen Trittin. Daher sei es notwendig, dass die Verkehrsunternehmen nur noch Busse beschafften, die anspruchsvollen Umweltstandards genuegten. Neben dem Ausschreibungswettbewerb sei u.a. denkbar, dies kuenftig durch die Verknuepfung mit der geltenden Kfz- bzw. Mineraloelsteuererstattung fuer OePNV-Busse zu erreichen.

Die europaweite Pilotausschreibung von traffiQ, der lokalen Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main, ist eine der ersten bundesweit nennenswerten Ausschreibungen von kommunalen Nahverkehrsdienstleistungen. Die Bundesmittel aus dem Investitionsprogramm zur Verminderung von Umweltbelastungen werden fuer die Beschaffung von insgesamt 57 Bussen optional ausgeschrieben. Neben den technologie- und antriebsneutral ausgerichteten anspruchvollen Umweltstandards werden bereits mit den Mindestvorgaben, fuer die es keine Bundesfoerderung geben wird, die europaeischen Ziele bei Luftreinhaltung und Laermminderung beruecksichtigt.

Mit diesem Vorhaben setzt das Bundesumweltministerium seine u.a. in Frankfurt (Oder) begonnene Qualitaetsoffensive im OePNV fort. Dort wurde bereits 2003 die komplette Busflotte auf Erdgasantrieb umgestellt, der kein Feinstaub- und Stickoxidproblem erzeugt.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de

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