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SAE-Umweltpreise vergeben

23.07.2001


SAE-Umweltpreise gehen an DaimlerChrysler

  • Neue Lackierverfahren verringern Emissionen

  • Öko-Bilanzierung für ein Oberklassefahrzeug

  • Vom Altreifen zur neuen Autokomponente

Stuttgart - Mit drei von insgesamt acht Umweltpreisen wurde DaimlerChrysler von der Society of Automotive Engineers (SAE) für innovative Forschungsarbeiten ausgezeichnet. Den von der SAE in diesem Jahr erstmals verliehenen internationalen Umweltpreis "Environmental Excellence in Transportation Award" an Projektteams der Automobilindustrie hat DaimlerChrysler für neue Lackierverfahren, Lebenszyklus-Analyse eines Oberklassefahrzeugs und Altreifen-Rezyklate in Autokomponenten erhalten.
Neue Lackierverfahren verringern Emissionen.

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Der Preis in der Kategorie "Standortbezogene Energie und Emissionen" erhält ein Team von DaimlerChrysler in den USA für ihre Bemühungen, den Ausstoß an Emissionen in der Lackiererei zu verringern, und zwar ohne den Einsatz von Abluftreinigungsanlagen. In Zusammenarbeit mit Herstellern von Lösungsmitteln und Lacken sind neue Beschichtungsmaterialien und -methoden entwickelt worden. So werden zum Beispiel jetzt umweltverträgliche Grundierungen auf Pulverbasis und Wasserbasisdecklacke mit materialsparenden elektrostatischen Verfahren und Robotern aufgetragen.
DaimlerChrysler setzt die neuen Verfahren in acht Werken in Nordamerika ein. Dabei reduzierten sich flüchtige organische Verbindungen um 53 %, toxische Verbindungen um 82 %, Sonderabfallmengen wie Chrom um 50 % oder Blei um 75 % sowie der Rohstoffverbrauch und die Kosten wegen der nicht benötigten Abluftreinigungsanlagen.
Die ausgezeichneten Teammitglieder sind Marvin Floer, Ernie McLaughlin, Jill Hegarty und Kevin Slusarczyk in Auburn Hills.

Öko-Bilanzierung für ein Oberklassefahrzeug
In der Kategorie "Neue Methoden und Verfahren" erhält ein Team von DaimlerChrysler in Deutschland den Preis für die erstmals erstellte Öko- und Kostenbilanzierung eines Oberklassefahrzeugs. Bei der aktuellen Mercedes-Benz S-Klasse analysierte das Team in Zusammenarbeit mit 100 Lieferanten über 1000 Prozesse und Komponenten sowie etwa 2000 Stoffflüsse. Sie führten die Untersuchungen schon während der Entwicklung begleitend bis zur Entsorgung nach 300.000 gefahrenen Kilometern durch. Dabei galt es, für einen verringerten Ressourcenverbrauch und Emissionsausstoß sowie den Einsatz von umweltverträglichen und wiederverwertbaren Materialien, den gesamten Lebenszyklus eines Produktes von der Rohstoffgewinnung über die Materialherstellung, der Produktion bis zur Nutzung und Entsorgung zu betrachten.
Diese erstmalige entwicklungsbegleitende Verfahrensweise der ganzheitlichen Bilanzierung nach der Umweltschutznorm ISO 14040 stellt die Basis für weitere Lebenszyklus-Analysen bei DaimlerChrysler dar. Die Auszeichnung geht an die Teammitglieder Dr. Matthias Finkbeiner, Bruno Stark, Halil Cetiner, Marc Binder und Desmond Bubeck in Stuttgart. Vom Altreifen zur neuen Autokomponente
Der Preis in der Kategorie "Recycling, Wiederverwendung und -herstellung" geht an ein DaimlerChrysler-Team in den USA für ihre Prozessoptimierung, qualitativ hochwertige Produkte aus recycelten Gebrauchtreifen herzustellen. Das Entsorgen von Altreifen (jährlich etwa 300 Millionen allein in Nordamerika) auf Deponien führt wegen der nicht verrottbaren Materialien zu einem vermeidbaren Flächenverbrauch. Des weiteren sind Mischmaterialien aus Kunststoffen nur aufwendig und kostenintensiv zu recyceln. In einem von DaimlerChrysler entwickelten Verfahren werden Altreifen zu synthetischen Thermoplasten mit elastischen und kältebeständigen Eigenschaften aufbereitet. Aus 150.000 Gebrauchtreifen konnten etwa 1,35 Mio. Kilogramm eines Thermoplastic-Elastomer-Materials (TPE) gewonnen werden. Seit 1999 befindet sich TPE erstmals kommerziell angewendet mit einem Anteil von circa 60 % recycelten Altreifen in der Kühlerabdichtung des Jeep Grand Cherokee. Weitere 40 bis 50 Autokomponenten beinhalten aus über 2,23 Mio. Kilogramm gebrauchten Reifen aufbereitetes Recyclingmaterial. Mit dem inzwischen patentierten Gewinnungsprozess und dem von der Society of Plastics Engineers 1999 ausgezeichneten Recyclingverfahren setzt DaimlerChrysler neue Standards im Umgang mit Altreifen. Die ausgezeichneten Projektmitglieder sind Mark DeAngelis, Al Fortin, Stephen Johnston, Mack King, Gary Mincek, Monica Prokopyshen and Mark Russell in Auburn Hills.

Marianne Mürau | Presse-Information
Weitere Informationen:
http://www.media.daimlerchrysler.com

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