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Sexhungrige Kakerlaken tappen in tödliche Falle

21.02.2005



Synthetisches Pheromon als erfolgreiches Insektizid

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Um der immer größer werdenden Heerschar von Kakerlaken den Garaus zu machen, haben Forscher der Cornell University eine Sexfalle für die ungebetenen Insekten entwickelt. Die männlichen Kakerlaken werden mit einem synthetischen Pheromon des Weibchens angelockt, dieses führt allerdings zu einem tödlichen Pathogen, das die Männchen mit in ihre Kolonie nehmen, berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin Science.

Die Team um Wendell Roelofs hat in ersten Versuchen erfolgreich den Sexlockstoff, der sozusagen die Bereitschaft zur Paarung andeutet, synthetisch herstellen können. Die Verwendung von Sex-Pheromonen als Insektizide ist nicht neu. Bisher hatte es in erster Linie am passenden Köder gemangelt. "Es geht darum die deutsche Kakerlake, eine der größten Schädlinge weltweit zu bekämpfen", so Roelofs. Zu den schwierigsten Aufgaben der Forscher zählte es, das Organ zu finden, wo diese Pheromone produziert werden. Dann galt es, den chemischen Stoff zu identifizieren, der die männlichen Kakerlaken so zur Raserei bringt.


Die Deutsche Schabe (Blatella germanica) ist sehr häufig vertreten und lebt hauptsächlich innerhalb der Häuser. Sie ist relativ klein und hat einen kurzen Lebenszyklus von drei bis acht Monaten, der abhängig von der Temperatur ist. Das Weibchen der Schabe trägt seine Eipakete mit 20 bis 40 Eiern ca. vier bis fünf Wochen lang mit sich herum und legt sie dann kurz vor der Brut wahllos ab. Schaben können Erreger von bakteriellen und viralen Erkrankungen wie Durchfall, Lepra, Dickdarmentzündungen, infektiöse Hepatitis, Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose und Pilzerkrankungen übertragen. Kot, Haut bzw. Erbrochenes der Schabe sind verantwortlich für Allergien. Hausstaubmilben und Schaben sind die häufigsten Gründe für Insekten-Allergien. Allein in den USA zeigen zehn bis 12 Prozent der Bevölkerung allergische Reaktionen auf Schaben.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cornell.edu
http://www.sciencemag.org

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