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Wiederansiedlung von Posidonia oceanica im Mittelmeer

05.01.2005


Es wurde eine neue Methode zur Wiederansiedlung und Fixierung von Posidonia-oceanica-Seegrasflächen in Küstengewässern des Mittelmeeres entwickelt.


Bisher fehlte dem komplexen Verfahren der Umsiedlung von Posidonia-oceanica-Flächen eine klare und prägnante Methodik. Daher wurden schrittweise Anleitungen entwickelt, um den Vorgang effizienter zu gestalten. Bei näherer Betrachtung dieser Richtlinien wird der heikle Vorgang einer erfolgreichen Umsiedlung deutlich.

Die Anleitungen beleuchten Faktoren, die vermieden werden müssen, da sie höchstwahrscheinlich Probleme verursachen. Einer dieser kritischen Faktoren hat mit der Wahl des Standorts zu tun, da dieser Einfluss auf die Umsiedlung haben kann. Fischzuchtgebiete beispielsweise produzieren Seetang und sind ohne angemessene Abwasseraufbereitung nicht geeignet. Wellengang oder Strömungen im Bereich sind ebenfalls wichtig, demnach sollten steinige und schlammige Sedimente sowie Regionen mit hydrodynamischem Druck vermieden werden. Der Grund ist, dass es in solchen Zonen schwierig für die Schösslinge wäre, sich zu bewurzeln, und dass wahrscheinlich Blätter verletzt würden. Weiterhin ist es notwendig, Spender- und Empfängerflächen hinsichtlich Wassertemperatur und Salzgehalt aufeinander abzustimmen.


Außer dem Standort sind jedoch auch noch andere Faktoren zu berücksichtigen. Hinsichtlich der Überlebensrate scheinen Stecklinge besser zu funktionieren als Samen. Das liegt daran, dass Stecklinge aus tieferen Gebieten an schlechte Lichtbedingungen gewöhnt sind und in flachem Wasser mehr Widerstandskraft haben. Hinzu kommt, dass horizontale Stängel mit höchstens drei Trieben geschnitten werden sollten. Anscheinend sterben Triebe an langen Stängeln eher ab und die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass sich durch die Zersetzung Bakterien ausbreiten.

Was den eigentlichen Vorgang angeht, gibt es zusätzliche Richtlinien, die genaue Beachtung erfordern. Eine davon ist, dass die Schösslinge an Gittern verankert werden müssen, um die Stabilität zu gewährleisten. Die Gitter sollten einen Quadratmeter groß sein und unter Wasser im Sediment befestigt werden.

Die Umsiedlungsergebnisse waren das ganze Jahr über gut, jedoch waren bei Temperaturen von über zwanzig Grad Celsius die Überlebensraten geringer.

Dr. Sylvie Gobert | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ulg.ac.be

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