Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Emissionen verdoppeln Risiko für Hitzewellen

02.12.2004


Haftung für Verursacher der Treibhausgase gefordert


Treibhausgase haben das Risiko für Hitzewellen in Europa mehr als verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Oxford in Kooperation mit dem UK Meteorological Office. 2003 stiegen die Temperaturen in Westeuropa um einige Grad Celsius, beispielsweise in der Schweiz um fünf Grad Celsius. Der ungewöhnlich heiße Sommer verursachte Zehntausende Todesfälle. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass schon bald Länder und Unternehmen für derartige Ereignisse verantwortlich gemacht werden können.

Bei anderen Formen von Umweltzerstörung ist es relativ unkompliziert, die Verantwortlichkeit festzustellen und so zu bestimmen, wer haftbar gemacht werden kann. Der Klimawandel ist aber ein viel komplexeres Phänomen, das weltweit auftritt und viele Ursachen hat. Diese Studie ist einer der ersten Versuche, steigende Treibhausgasemissionen mit spezifischen Wettererscheinungen in Zusammenhang zu bringen. Der Sommer 2003 war der wärmste in 500 Jahren in Europa. Mit Hilfe eines Computermodells haben die Forscher kalkuliert, dass Treibhausgase, die auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sind, die Wahrscheinlichkeit solcher Hitzewellen mehr als verdoppelt haben.


Die Errechnung des Beitrags von Treibhausgasemissionen zu anderen extremen Wetterphänomenen, wie Hurrikans, erweist sich als viel schwieriger. Der Wissenschaftler Peter Scott, der an der aktuellen Untersuchung beteiligt war, kommentierte das Ergebnis folgendermaßen: "Wenn keine ernsthaften Versuche unternommen werden, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, könnten wir so einen Sommer wie 2003 jedes Jahr erleben."

Marietta Gross | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ox.ac.uk/
http://www.met-office.gov.uk/

Weitere Berichte zu: Emission Hitzewelle Treibhausgas Treibhausgasemission

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Wie verändert der Verlust von Arten die Ökosysteme?
18.05.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie