Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Boden ist Leben

10.09.2004


"In einer Hand voll Boden finden sich mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt." Mit diesem Vergleich macht Privatdozentin Dr. Gesine Hellberg-Rode vom Institut für Didaktik der Biologie der Universität Münster auf die Bedeutung der Bodenaktionswoche aufmerksam, die vom 15. bis 21. September in Münster statt findet.

... mehr zu:
»Biologie »Didaktik »NUA

Den meisten Menschen ist Umweltschutz im Bereich Boden eher fremd. "Boden, das ist doch Dreck", sei häufig zu hören, ärgert sich Hellberg-Rode, Mitorganisatorin der ersten Bodenaktionswoche. Während die Notwendigkeit, Wasser und Luft zu schützen, den meisten Menschen klar sei, werde der Boden als Ökosystem bisher kaum beachtet. Um diesen Missstand zu beseitigen und den Münsteranern die Schutzbedürftigkeit des Lebensraums Boden zu verdeutlichen, findet vom 15. bis 21. September die Bodenaktionswoche in Münster statt. Es handelt sich um eine Veranstaltung, bei der die Natur- und Umweltschutzakademie Nordrhein-Westfalen (NUA) mit Sitz in Recklinghausen, das Institut für Didaktik der Biologie der Westfälischen Wilhelms-Universität und das Amt für Grünflächen und Umweltschutz der Stadt Münster kooperieren.

Münster bildet den Auftakt einer Kampagne mit insgesamt zehn Veranstaltungen in den kommenden fünf Jahren in verschiedenen Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens. Ziel dabei soll es sein, das Bewusstsein der Menschen für das Ökosystem Boden zu erhöhen, wie Dr. Gerhard Laukötter von der NUA verdeutlicht: "Wir wollen die Sensibilität für das Thema Boden erhöhen. Man muss ihn als Wertstoff sehen." Mit der Bodenaktionswoche wird aber nicht nur Problembewusstsein vermittelt, geliefert werden auch interessante Informationen, die dem Laien häufig unbekannt sind. Wer weiß schon, dass ein Regenwurm bei seinen Grabungen bis zum 60-fachen seines Eigengewichts verdrängt?


Die Bodenaktionswoche startet am 15. September mit einem von der NUA und der Universität Münster initiierten Analyseforum, das der Frage "Unfähig oder unwillig zum Bodenschutz?" nachgeht. Die Veranstaltung findet im Schloss zu Münster statt. Klein- und Hobbygärtner können sich am 16. September von 11 bis 13 Uhr beim Expertenrat des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz der Stadt Münster über richtiges Düngen informieren.

Am 18. September ist mit dem Bodenaktionstag im Schlossgarten der Höhepunkt der Bodenaktionswoche erreicht. Neben zahlreichen Aktionen wie einer Regenwurm- oder Asselwerkstatt für Kinder, die vom Institut für Didaktik der Biologie der Universität Münster angeboten werden, gibt es zahlreiche Aktions- und Informationsstände für Erwachsene. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Eine Analyse des Bodens vor der eigenen Haustür kann am 20. September durchgeführt werden. Die ersten 100 Teilnehmer an der "Bodenprobenaktion" erhalten eine Düngeempfehlung für 15 statt für 30 Euro. Neben diesen Aktionen steht vom 16. bis 18. September das rollende Umweltlabor "Lumbricus" im Schlossgarten für vielfältige Aktionen zur Verfügung. Im Schloss ist während der gesamten Aktionswoche die NUA-Ausstellung "Der Boden lebt" zu besichtigen. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

Weitere Informationen zum Thema Boden und zu den Aktionstagen sind auf der Homepage der Natur- und Umweltschutzakademie Nordrhein-Westfalen zu finden: www.nua.nrw.de

Außerdem informieren das Umweltamt der Stadt Münster (www.muenster.de/stadt/umwelt) und das Institut für Didaktik der Biologie (www.uni-muenster.de/Biologie.Didaktik/).

Norbert Frie | idw
Weitere Informationen:
http://www.nua.nrw.de
http://www.muenster.de/stadt/umwelt
http://www.uni-muenster.de/Biologie.Didaktik

Weitere Berichte zu: Biologie Didaktik NUA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Versauerung: Wie der Klimawandel die Süßgewässer belastet
12.01.2018 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Tote Bäume haben zahlreiche und treue Begleiter
10.01.2018 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie