Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU unterstützt Naturschutz mit 76 Mio. Euro

10.09.2004


LIFE-Natur 2004 fördert 77 Umweltprojekte in Europa



Die EU Kommission hat im Rahmen des Programms LIFE-Natur 2004 die Finanzierung von 77 Umweltschutzprojekten genehmigt. Insgesamt unterstützt die Kommission die Projekte mit 76 Mio. Euro. Gegenstand ist die physikalische Wiederherstellung von geschützten Gebieten sowie ihrer Fauna und Flora, die Schaffung nachhaltiger Strukturen und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Zwei der Projekte werden in Rumänien durchgeführt.



Diese Projekte leisten einen Beitrag zur Einrichtung des EU-weiten Schutzgebietenetzes NATURA 2000, dessen Ziel die Erhaltung von bedeutenden Lebensräumen wild lebender Tiere sowie von bedrohten Arten ist. Unter den Schutzgebieten finden sich daher zahlreiche Flusslandschaften wie etwa die Donau. "Das Netz NATURA 2000 ist der zentrale Beitrag der EU zu den Anstrengungen, dem Verlust an biologischer Vielfalt in Europa Einhalt zu gebieten", erklärt Umweltkommissarin Margot Wallström. Mit dem Projekt sollten vor allem bedrohte Tiere und Pflanzen vor dem Aussterben bewahrt werden. "Wir brauchen biologische Vielfalt - aus emotionalen und ethischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gründen - und LIFE leistet einen wichtigen Beitrag zu deren Erhaltung", so Wallström.

Von 250 Vorschlägen, für die eine Finanzierung durch LIFE-Natur beantragt wurde, hat die Kommission 77 ausgewählt. Die gesamten Investitionen betragen 140 Mio. Euro. Die restlichen Mittel kommen von den Mittelempfängern und Partnern sowie aus finanziellen Beteiligungen. Themen der Projekte sind Entwicklung und Durchführung von Bewirtschaftungsplänen, Bewirtschaftung von Wasserläufen, Flächenerwerb (insbesondere in Nordeuropa), Bewirtschaftung von Weideflächen, Entnahme fremder Arten sowie Wiederherstellung und Verbesserung von Standorten.

LIFE-Natur ist Teil des LIFE-Programms, das 1992 als Finanzierungsinstrument der Europäischen Union ins Leben gerufen wurde. Seit der Gründung wurden bisher rund 2.400 Projekte mit insgesamt 1,4 Mrd. Euro unterstützt.

In Österreich werden vier Projekte gefördert. Dazu zählt eine Flusssanierung der Lafnitz, zwei Projekte der Donau sowie die Erhaltung und Restaurierung der Pannonischen Steppe als grenzübergreifendes Projekt zwischen Tschechien, Ungarn und der Slowakei. In Deutschland wird ein Schutzprogramm zur Erhaltung des Lebensraumes der Feuerbauchunken durchgeführt. Das zweite Projekt betrifft die Wiederherstellung des Flusslaufes am Rhein nahe Karlsruhe.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://europa.eu.int
http://europa.eu.int/comm/environment/life/project/index.htm

Weitere Berichte zu: Bewirtschaftung Donau Wiederherstellung biologische Vielfalt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise