Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Umweltbundesamt kritisiert Ozon-Killer: Lager und Kühlhäuser arbeiten weiter mit verbotenem FCKW

21.10.2002


Die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) hat gemeinsam mit dem deutschen Umweltbundesamt (UBA) mitgeteilt, dass in Deutschland immer noch Wasserkühlsätze (Chiller) mit dem Ozonkiller FCKW-R11 und R12 betrieben werden

... mehr zu:
»CO2 »FCKW »Kältemittel »UBA

Dies ergaben Recherchen von GTZ-Mitarbeitern, die über technische Alternativen zu Ozon zerstörenden Verfahren Studien anstellten. Bei der "Internationalen Fachmesse Kälte, Klima, Lüftung" (IKK) die derzeit in Nürnberg stattfindet, wurde dies erstmals bekanntgegeben.

"Das UBA weist darauf hin, dass die Verwendung dieser Kältemittel, auch im Rahmen von Instandhaltungsmaßnahmen, verboten ist. Ein Ersatz durch umweltgerechtere Substanzen ist dringend erforderlich", so Ulrike Bauer vom deutschen Umweltbundesamt. Das UBA unterstützt aktiv die Umsetzung der internationalen Umweltabkommen in Deutschland sowie im europäischen Kontext. "Das Montrealer Protokoll zum Schutz der Ozonschicht, eines der ersten und wichtigsten internationalen Abkommen, unternimmt zahlreiche Anstrengungen, die Ozonschicht zerstörendes FCKW R11 und R12 durch umweltgerechte und ökonomisch tragfähige Alternativen zu ersetzen", erklärt Bauer. Die deutsche Industrie biete hierzu innovative und technisch reife Lösungen an. Dazu zählen auch CO2 als Kältemittel wie das UBA in einer Aussendung bestätigt. Für Komponenten und Aggregate wird allerdings ausschließlich "technisches CO2" genutzt, das aus natürlichen Quellen oder aus Prozessabgasen gewonnen wird. Dieses würde ohne weiteren Gebrauch in die Atmosphäre gelangen. Eventuelle Kältemittel-Emissionen belasten demzufolge das Klima nicht zusätzlich.


Gemäß einer EG-Verordnung vom 29. Juni 2000 dürfen vollhalogenierte FCKW seit 1. Oktober 2000 nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Gleichzeitig gilt ein Verwendungsverbot für diese Stoffe ab 1. Januar 2001. Damit dürften ab diesem Zeitpunkt keine FCKW mehr in die Anlagen eingefüllt werden. Dies gilt ausnahmslos. Machbarkeitsstudien haben nachgewiesen, dass die umweltgerechte Nachrüstung auch wirtschaftlich vertretbar ist.

Das PROKLIMA-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der GTZ spielt in Entwicklungsländern eine wichtige Rolle bei der Umstellung auf ozon- und klimafreundliche Verfahren in der Kältetechnik, Schäumung, Brandbekämpfung und beim Pflanzenschutz.

pressetext.austria | Wolfgang Weitlaner
Weitere Informationen:
http://www.gtz.de
http://www.umweltbundesamt.de
http://www.ikk-online.com

Weitere Berichte zu: CO2 FCKW Kältemittel UBA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Den Trends der Umweltbranche auf der Spur
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht Etablierung eines Zuchtprogramms zum Schutz der letzten Saolas
17.10.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik