Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Photovoltaik: Österreicher stürmen Förderaktion

18.07.2008
2.400 Anträge am ersten Tag - Fördermittel um das Dreifaches überschritten

Seit heute, Freitag, Mittag sind bereits mehr als 2.400 Förderanträge im Rahmen der Förderaktion Photovoltaik des Klima- und Energiefonds der Bundesregierung eingereicht worden. "Damit wurde die Gesamtsumme der zur Verfügung stehenden Fördermittel - insgesamt acht Mio. Euro - bereits um 300 Prozent überschritten", so Eveline Steinberger, Geschäftsführerin vom Klima- und Energiefonds, im pressetext-Interview.

"Die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eintreffens bearbeitet", so Steinberger, die betont, dass es auch in den kommenden zwei Jahren eine solche Förderaktion geben werde. Über den regen Zulauf zeigt sich die Geschäftsführerin selbst überrascht und verweist auf das große Potenzial der Photovoltaik. "Eine solche Förderung wie auch die Tätigkeit des Klimafonds muss als Anschubfunktion verstanden werden, der in Zukunft zu einer deutlichen Preisreduktion solcher Anlagen führen soll." Steinberger geht davon aus, dass Photovoltaik bald eine solche Marktfähigkeit besitzen werde, dass sie auch ohne Förderung auskommen werde. Große Hoffnungen setze man auf neue Technologien wie etwa die Dünnschichttechnik sowie einer besseren Licht-Fokussierung.

In der Föderaktion werden Photovoltaik-Anlagen bis maximal fünf Kilowatt pro Anlage im Netzparallelbetrieb für die Versorgung von privaten Wohnflächen gefördert. Erzielte Überschüsse müssen ins Versorgungsnetz eingespeist werden. Für den eingespeisten Solarstrom darf keine Ökostrom-Tarifförderung in Anspruch genommen werden. "Der Zuschuss beträgt 2.800 Euro pro installiertem Kilowatt Spitzenleistung bzw. 3.500 Euro pro installiertem Kilowatt Spitzenleistung für gebäudeintegrierte Module", erklärt die Geschäftsführerin. Der maximale Zuschuss betrage für Dachsysteme maximal 14.000 Euro, für gebäudeintegrierte Module maximal 17.500 Euro. Die Kosten für eine Photovoltaikanlage beziffert die Expertin pro Kilowatt Peak zwischen 6.000 und 6.500 Euro. "Das Fördervolumen beträgt damit zwischen 45 und 55 Prozent der Anschaffungskosten. Damit wurde das Zuschussvolumen in guter Relation zum derzeitigen Marktsystem gestellt", so Steinberger. "Unser Vorhaben ist es den Anteil Erneuerbarer Energien im gesamten Stromnetz deutlich zu erhöhen und die Technologien zur Herstellung von nachhaltig produziertem Strom leistbarer zu machen", erklärt die Expertin abschließend.

... mehr zu:
»Klimafond

Erfreut über den enormen Ansturm ist auch der Präsident des Verbands Photovoltaic Austria, Hans Kronberger. "Die niedrige Dotierung ist eine unglückliche Fehlentscheidung", so der Experte gegenüber pressetext. "Immer, wenn Menschen erkennen, dass wesentliche Punkte der Energiegewinnung auch in ihrer eigenen Hand liegen, ist das Interesse daran immens", stelt Kronberger fest. "Es geht jetzt darum, sich gemeinsam mit den Verantwortlichen des Klimafonds an einen Tisch zu setzen und das weitere Vorgehen zu beratschlagen." Seitens des Verbands Photovoltaic Austria sei man bereits im Vorfeld mit Interessentenanfragen überrollt worden.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.klimafonds.gv.at
http://www.pvaustria.at

Weitere Berichte zu: Klimafond

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index
21.08.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie