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Windenergie: Umfrage zur Akzeptanz von Kleinanlagen

17.07.2008
Die Energiepreise steigen. Eine Chance, von dieser Entwicklung unabhängig zu werden, bietet eine bislang nur wenig verbreitete Form der Windenergienutzung: vertikale Kleinanlagen.

Diese Windenergieanlagen drehen sich um eine vertikale Rotorachse und müssen daher nicht nach dem Wind ausgerichtet werden. Um künftige Einsatzmöglichkeiten solcher Anlagen abzuschätzen und die Bedürfnisse möglicher Anwender zu erfassen, bitten Wissenschaftler vor allem Menschen in Sachsen-Anhalt um rege Beteiligung an einer Internetumfrage.

Mitmachen können Landwirte, Gewerbetreibende oder Besitzer freistehender Wohnhäuser in windreichen Gebieten. Die Umfrage ist Teil einer Pilotstudie, die das Bundesumweltministerium fördert. Die Projektleitung hat das Institut für Psychologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg übernommen.

Vertikale Windenergieanlagen wurden bereits in den 1980er Jahren entwickelt, hatten damals aber noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. Die heutigen vertikalen Anlagen entsprechen - mit optimierter Technologie und neuen Materialien - dem aktuellen Stand der Technik. Sie können zur Versorgung mit Strom oder Wärme eingesetzt werden und eignen sich (mit einer Leistung von 5, 10 oder 30 Kilowatt) für Landwirte, Gewerbetreibende, aber auch für Eigenheimbesitzer.

Die Einschätzung zukünftiger Nutzungspotenziale dieser Kleinanlagen ist das Anliegen eines interdisziplinären Forschungsvorhabens - einer "Pilotstudie zur Akzeptanz vertikaler Windenergieanlagen". Das Besondere an diesem vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt ist, dass neben Technikern, Umweltexperten und Ökonomen auch maßgeblich Psychologen und Industriedesigner beteiligt sind. Projektleiterin ist Dr. Gundula Hübner vom Institut für Psychologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Um zukünftige Einsatzmöglichkeiten dieser Anlagen abzuschätzen und die Bedürfnisse möglicher Anwender zu erfassen, führt die Arbeitsgruppe bis Ende September 2008 eine Internetbefragung durch. Beteiligen können sich Landwirte, Gewerbetreibende oder Besitzer freistehender Wohnhäuser in windreichen Gebieten, die über genügend Fläche verfügen, um eine kleine Windenergieanlage bis zu 15 m Höhe errichten zu können. Über den Link http://mmvr.burg-halle.de/umfrage können Interessierte direkt zur Befragung gelangen. Von besonderer Wichtigkeit sind dabei die Meinungen der Menschen in Sachsen-Anhalt, aufgrund ihrer Erfahrungen mit Windenergie und den zahlreichen Windparks in Mitteldeutschland.

Ansprechpartner:
Dr. Gundula Hübner
Institut für Psychologie der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg
Tel.: 0345 55 24372
E-Mail: gundula.huebner@psych.uni-halle.de
Dr. Johannes Pohl
Institut für Psychologie der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg
Tel.: 0345 55 24374
E-Mail: johannes.pohl@psych.uni-halle.de
Am Ende der Befragung erhalten die Teilnehmer eine Firmenliste von Anbietern kleiner vertikaler Windenergieanlagen.

Neben der Martin-Luther-Universität sind an dem Projekt beteiligt: die Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg, das Institut für Technische Mechanik der Technischen Universität Clausthal, die PSE GmbH Freiburg und die TASSA GmbH Wolfsburg.

Carsten Heckmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-halle.de
http://mmvr.burg-halle.de/umfrage

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