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Wasserkraftwerk Fahrnau produziert Co2-Reduktionszertifikat

17.07.2002


Bei der Eröffnung des neuen Wasserkraftwerkes Fahrnau an dem südbadischen Fluss Wiese am 17. Juli 2002, gab Martin Steiger, Vorstandsmitglied Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG (KWR), Bereich Administration und Produktion, bekannt, dass die durch das Wasserkraftwerk Fahrnau generierten Emissionsrechte an das in London ansässige Unternehmen Future Forests verkauft werden. Future Forests trägt durch den Erwerb dieser Emissionsrechte mit zur Finanzierung des Wasserkraftwerkes bei. Die Kraftübertragungswerke Rheinfelden AG, Betreiber der Anlage, demonstrieren mit diesem Handel, dass für den Ausbau der Wasserkraft neben dem Ökostromhandel auch weitere innovative Instrumente eingesetzt werden können.

Mit der Leistung von 420 kW (Kilowatt) soll eine Jahresarbeit von rund 2,2 Millionen kWh (Kilowattstunden) erreicht werden, was dem Jahresbedarf von 650 Haushalten entspricht. Das neue Kraftwerk hat rund drei Millionen Euro gekostet.

Die Emissionsrechte werden durch das neue Wasserkraftwerk Fahrnau generiert. Diese sind durch einen unabhängigen Gutachter, Gerling Cert Umweltgutachter GmbH, zertifiziert, welches die Produktion der Emissionsreduktionen auch in den nächsten Jahren überwachen wird.

Über den englischen Broker Natsource - Tullet Europe Ldt., einer Tochterfirma der US-amerikanischen Firma Natsource, einer der weltweit führenden Energie und Umweltbrokeragenturen, hat die EnergieDienst GmbH (ED) einen Partner für die Verringerung von jährlich 410 Tonnen CO2 gefunden. Bis zum Ende des Jahres 2007 wird ED Zertifikate über insgesamt 2.150 Tonnen CO2-Reduzierung an die Firma Future Forests Lmtd, die ihren Sitz in London hat, verkaufen.

Future Forests ist insbesondere bekannt für ihre Tätigkeit, Unternehmen bei der Reduktion ihrer CO2-Emissionen durch Aufforstung von Wäldern zu unterstützen. Darüber hinaus fördern sie technische Projekte von besonderem umweltbezogenen oder sozialen Wert.

Mit dieser Transaktion sollen neue Wege beschritten und gelernt werden, ob und wie es abseits von den bekannten Förderungsmöglichkeiten für erneuerbare Energien noch weitere Möglichkeiten gibt, umweltgerechte Projekte weitergehend zu fördern und damit verwirklichbar zu machen. Dies ist auch ein Test für die Zukunft, in der, bedingt durch die Vorgaben des Kyoto-Protokolls, welches Deutschland mit den anderen EU-Staaten im Mai dieses Jahres ratifiziert hat, der Handel mit Zertifikaten ein wichtiger Meilenstein für den Erfolg der Bemühungen um weltweite CO2-Reduktionen sein wird.

Denkbar ist auch, dass der Handel mit CO2-Reduktionszertifikaten bei der Verwirklichung des geplanten Neubau des Rheinkraftwerkes Rheinfelden eine Rolle spielen wird.

Alexandra Edlinger | ots

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