Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsauftrag zu Umwelttechnologie in Schwellenländern soll Marktchancen deutscher Unternehmen verbessern

02.07.2008
Das Institut für Umweltstudien und angewandte Forschung (Institute for Environmental Studies and Applied Research, I.E.S.A.R.) der Fachhochschule Bingen erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Förderung für ein auf zweieinhalb Jahre ausgerichtetes Forschungsprojekt zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen im Bereich Umwelttechnologie.

Das Institut wird die Marktchancen in Schwellenländern untersuchen und Vorschläge erarbeiten, die kleinen und mittelständischen Unternehmen der Umwelttechnologie-Branche helfen sollen, dort neue Absatzmärkte zu erschließen.

„Insbesondere für diese Unternehmen gestaltet sich der Export von Anlagen und technischem Know-how in Entwicklungs- und Schwellenländer oft wegen verschiedenster Hindernisse sehr schwierig“, weiß der Leiter des Binger Instituts, Professor Dr. Gerhard Roller. Fehlende Kenntnisse der Rechtslage und Marktsituation in den Zielländern sowie kulturelle Unterschiede behinderten häufig den Einstieg in neue Märkte.

Im Rahmen des Projektes sollen konkrete Informationsinstrumente entwickelt und in einer Pilotphase getestet werden. Im ersten Schritt werden die rechtlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen recherchiert und einschlägige Erfahrungen von Unternehmen zusammengefasst. „Wir denken dabei an ein auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnittenes dynamisches Informationssystem mit branchen- und länderspezifischen Informationen zu den umweltpolitischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, erläutert Dr. Roller.

Weiterhin soll ein Trainingsmodul zur interkulturellen Kommunikation entwickelt werden, das deutschen Firmen hilft, sich souverän und den landestypischen Gepflogenheiten entsprechend im Außenhandelsgeschäft zu bewegen.

Referenzregionen – auch für die anschließende Testphase - sollen zunächst beispielhaft Marokko und die Vereinigten Arabischen Emiraten sein. Insbesondere in Nordafrika und speziell in Marokko hat I.E.S.A.R. aus mehreren Gemeinschaftsprojekten und Beratungsaufträgen bereits weit reichende Erfahrung gesammelt.

„Mittelfristig wollen wir dazu beitragen, dass die Umwelttechnologie-Branche in Deutschland verstärkt und mit Erfolg innovative Techniken und Technologien in Schwellenländern anbietet und damit einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in diesen Ländern leistet“, bringt Institutsleiter Roller die Zielsetzung des Vorhabens auf den Punkt. Kooperationspartner der FH Bingen sind dabei die Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse (sofia) der Hochschule Darmstadt, Wirtschaftspartner aus den Branchen Energie, Abfall und Wasserwirtschaft sowie Unternehmen, die sich mit der Verifizierung und Finanzierung von Klimaschutzprojekten beschäftigen.

Institut I.E.S.A.R.

Das Institute for Environmental Studies and Applied Research (I.E.S.A.R.) wurde 2003 an der Fachhochschule Bingen gegründet. Das Institut führt als interdisziplinäre Einrichtung angewandte Forschungsvorhaben durch und nimmt Beratungsaufgaben, schwerpunktmäßig in den Bereichen Umweltrecht und -ökonomie, Umweltmanagement, Planung und internationale Entwicklungszusammenarbeit, wahr.

Mehr Infos zu I.E.S.A.R. und dem Projekt: http://www.fh-bingen.de/Klimapro.2831.0.html

Vera Hamm | FH Bingen
Weitere Informationen:
http://www.fh-bingen.de
http://www.fh-bingen.de/Klimapro.2831.0.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
23.02.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie