Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sensor überwacht innovative CO2-Filter für Kraftwerke

23.05.2008
Gegenwärtig stellen die Kohlendioxidemissionen (CO2) eine Bedrohung für das weltweite Klima dar.

Mehr als ein Drittel der Emissionen in Europa stammen aus Kraftwerken, die fossile Brennstoffe verfeuern. Eine Möglichkeit, um diese CO2-Emissionen deutlich zu verringern ist die Speicherung dieses Treibhausgases in unterirdischen Hohlräumen wie leeren Gasfeldern und Aquiferen. Um allerdings Kohlendioxid unterirdisch zu speichern, muss es zuerst abgetrennt und aufgefangen werden.

Die effiziente Trennung des CO2-Gases von den anderen Bestandteilen des Rauchgases ist derzeit noch sehr schwierig und anspruchsvoll. Die am häufigsten verwendete Technik ist die Absorption des Gases. Das Rauchgas strömt durch mehrere Bäder, in denen CO2 an Amine gebunden wird. Diese "Waschtechnik" benötigt viel Energie und ist daher nicht sehr kostengünstig und erfordert sehr große Rauchgaswäscher.

Eine kostengünstigere Alternative dazu bieten Membranen mit eingebetteten Nanostrukturen. Diese Membranen sollen CO2 auffangen und abtrennen, ohne teure Waschbäder. Da nach der Herstellung der Membranen keine zusätzlich Energie für den Trennungsprozess aufgewendet werden muss, ergibt sich eine erhebliche Energieeinsparung und Reduzierung der Anlagenanforderungen.

... mehr zu:
»CO2 »Kraftwerk »Membran »Rauchgas »Sensor

Mit der Entwicklung optimaler nanostrukturierter Membranen zur CO2-Abtrennung aus Kraftwerksabgasen beschäftigt sich seit Ende 2006 das EU-Projekte NANOGLOWA (Nano-structured Membranes against Global Warming). Das NANOGLOWA-Konsortium setzt sich aus 26 Einrichtungen und Unternehmen aus 14 verschiedenen europäischen Ländern zusammen.

Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat in Zusammenarbeit mit den EU-Partnern für das NANOGLOWA Projekt einen Sensorprototyp entwickelt, der die Funktionalität der Filtermembranen im Dauereinsatz überwachen soll. Da die Membranen dem ständigen Strom der aggressiven Rauchgase ausgesetzt sind, muss der Sensor chemisch stabil und langlebig sein. Erste Untersuchungen haben bewiesen, dass der Sensor sowohl in Gas- wie auch in Wasserumgebungen funktioniert.

Nach der Integration des Sensors in dem Membranprototyp werden weitere Tests erfolgen. Dabei soll nicht nur die Menge des herausgefilterten CO2 sondern auch Veränderungen der Membranen überwacht werden.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Berichte zu: CO2 Kraftwerk Membran Rauchgas Sensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Versauerung: Wie der Klimawandel die Süßgewässer belastet
12.01.2018 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Tote Bäume haben zahlreiche und treue Begleiter
10.01.2018 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie