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Strom aus Wind, Wasser und Sonne ist auch für Belarus eine saubere Energie-Alternative

17.05.2002

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Gila Altmann hat sich dafür ausgesprochen, in den Neuen Unabhängigen Staaten der früheren Sowjetunion -- darunter in Belarus (Weißrussland) -- verstärkt erneuerbare Energieträger wie Wind, Wasser und Sonne zu nutzen. "Der Ausstieg aus der risikoreichen Atomenergie und der Einstieg in die Nutzung erneuerbarer Energien ist die konsequente Antwort auf den tragischen Reaktorunfall in Tschernobyl vor über 16 Jahren. Noch heute leiden Hunderttausende von Menschen auch in Belarus an den Folgen der Katastrophe. Deshalb appelliere ich an die weißrussische Regierung, möglichen Überlegungen, in die
Atomenergie einzusteigen, eine klare Absage zu erteilen. Stattdessen sollte auf eine nachhaltige Energieversorgung gesetzt werden", sagte Gila Altmann vor ihrer Abreise nach Belarus.

Gila Altmann wird im Rahmen ihres zweitägigen Aufenthalts am morgigen Samstag in der Gemeinde Drushnaja (Nordbelarus) die erste größere Windkraftanlage Weißrusslands einweihen. Die Anlage besteht aus zwei Masten mit einer Leistung von je 250 Kilowattstunden. Die Errichtung dieser Anlage kam auf Initiative des Vereins Heimstatt Tschernobyl e.V. aus Bünde-Dünne (Niedersachsen) zustande, der entsprechende Spendengelder in Deutschland eingeworben hatte. Das Vorhaben wird von der Bundesregierung finanziell unterstützt. Der Verein hat in den vergangenen Jahren überwiegend ehrenamtlich im Rahmen eines Projekts zur Umsiedlung von Familien aus verstrahlten Gebieten Weißrusslands in unbelastete Regionen des Landes das Dorf Drushnaja in Lehmbauweise errichtet. Die Windkraftanlage soll das Dorf mit umweltfreundlichem Strom versorgen und ein Zeichen für die Nutzung erneuerbarer Energien setzen, deren Potenziale in Belarus bislang weitgehend brach liegen.

Die Parlamentarische Staatssekretärin verwies darauf, dass sich die Bundesregierung für die Verbesserung der Lebensverhältnisse und der ökologischen Situation in Belarus einsetzt. So nahmen weißrussische Fachleute an einem Umweltsymposium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt teil. Im Rahmen eines EU-TACIS-Projekts wurde die Energieversorgung eines Krankenhauses, das Kinder mit Strahlenschäden behandelt, verbessert. Gegenwärtig läuft ein Vorhaben, das Regionen identifizieren soll, in denen Kinder nach wie vor besonderen radioaktiven Gefahren ausgesetzt sind. Zugleich sollen Gegenmaßnahmen entwickelt werden.

Michael Schroeren | BMU Pressedienst

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