Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Abfallwirtschaft profitiert vom Umweltschutz

13.12.2013
Interesse für aktives Umweltmanagement bei europäischen Abfallwirtschaftsunternehmen gesteigert: Wissenstransfer-Initiative WE-EEN zieht positive Bilanz

Zum Ende ihrer zweijährigen Laufzeit zieht die Wissenstransfer-Initiative WE-EEN (Wizard of the Environment: the Enterprise Europe Network) eine positive Bilanz:

Das von der Europäischen Kommission mit rund 870.000 Euro geförderte Projekt konnte zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus der Abfallwirtschaft in Europa von den Vorteilen eines verstärkten Engagements zum Schutz der Umwelt überzeugen.

Seit Dezember 2011 hat WE-EEN europäischen Abfallwirtschaftsunternehmen Wege aufgezeigt, wie sie ökologische Herausforderungen in ökonomische Chancen wandeln können. Vielen dieser Firmen war nicht bewusst: Durch aktives Umweltmanagement haben sie die Möglichkeit, die Umwelt zu schonen und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile zu erlangen, wovon letztlich alle profitieren. So spart beispielsweise ein ausgearbeitetes Energiemanagement Kosten, liefert Transparenz hinsichtlich des Energieverbrauchs und zeigt mögliche Optimierungsbereiche auf. Es verbessert die eigene CO2-Bilanz, unterstützt den Klimaschutz und trägt darüber hinaus zu einem guten Image in der Öffentlichkeit bei.

Die Beratung der Unternehmen erfolgte durch erfahrene Umweltdienstleister, die sich im Rahmen von WE-EEN als Kooperationspartner engagiert haben. Auf diese Weise konnte das Projekt den Umweltschutz in der Abfallwirtschaft erfolgreich vorantreiben: An den Workshops zur Einführung von Umwelt- und Energiemanagementsystemen nahmen insgesamt über 120 KMU teil. Konkret wollen zehn Unternehmen Umweltmanagementsysteme implementieren beziehungsweise Energie-Audits durchführen. Sieben davon haben bereits mit den Audits begonnen und werden den Zertifizierungsprozess 2014 abschließen. In ihrer Funktion als internationale Plattform für Kooperation und Kommunikation hat WE-EEN zudem dazu beigetragen, dass Firmen ein zusätzliches Instrument für grenzüberschreitende Vernetzung erhielten.

Großes Interesse bei WE-EEN-Messeauftritten
Während der RENEXPO in Augsburg, einer internationalen Fachmesse für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieinnovation, konnte WE-EEN im September 2013 eine kostenlose Informationsveranstaltung zum Thema „Energieeffizienz in Unternehmen“ durchführen. Erfahrene Berater referierten über den konkreten Nutzen von Energiemanagementsystemen, über deren Rahmenbedingungen sowie Fördermöglichkeiten für die Implementierung dieser Systeme. Diese Informationen sind vor dem Hintergrund wichtig, dass Firmen seit Anfang 2013 den Spitzenausgleich, also Steuererleichterungen bei der Energie- und Stromsteuer, nur noch erhalten, wenn sie ein zertifiziertes und den internationalen Normen entsprechendes Energiemanagementsystem nachweisen können.

Im Oktober 2013 hat die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR), das einzige deutsche Mitglied im WE-EEN-Konsortium, mit mehreren KMU an der „Ecomediu Environmental Fair“ in Rumänien teilgenommen. Ecomediu ist eine internationale Messe mit dem Schwerpunkt „Technologien für die Abfallwirtschaft“.

Der Veranstalter dieser Messe – die Industrie und Handelskammer Arad – ist gleichzeitig auch als Projektpartner in WE-EEN beteiligt. Ziel des Besuchs war einerseits die Stärkung der Zusammenarbeit innerhalb des Konsortiums, andererseits ermöglichte er den Informationsaustausch zwischen den in WE-EEN beteiligten Regionen und somit die Anbahnung weiterer grenzüberschreitenden Kooperationen innerhalb des Projekts. Die deutschen Firmen stellten neue, hocheffiziente Technologien für die reststofffreie Abfallverwertung mit Energiegewinnung vor, die großes Interesse bei den Teilnehmern weckten.

Der Fokus lag dabei auf dem Umgang mit gemischten, nicht getrennten Haushaltsabfällen, die eine beachtliche Kosteneinsparung für Gemeinden und Abfallentsorger generieren kann. Mehr als 200 Besucher informierten sich auf der Veranstaltung über die Unternehmen und das Projekt. Daraus resultierten zahlreiche bilaterale Treffen mit privaten Firmen und öffentlichen Einrichtungen. Über ein Dutzend lokale Behörden und Betriebe waren im Anschluss an einer Zusammenarbeit mit den deutschen teilnehmenden KMU interessiert.

Über die Wissenstransfer-Initiative WE-EEN
WE-EEN (Wizard of the Environment: the Enterprise Europe Network) war ein Projekt im Rahmen des Enterprise Europe Network (EEN). Das EEN ist ein europäisches Netzwerk, das KMU Beratung und Unterstützung rund um die Themen Fördermittel, Forschungsprogramme, öffentliches Auftragswesen, Markterschließung und Innovationsförderung auf europäischer Ebene bietet. Ziel von WE-EEN war es, das Umweltbewusstsein in KMU aus der Abfallwirtschaft durch Beratungen und Schulungen zu erhöhen sowie Möglichkeiten für die Zusammenarbeit durch internationale Veranstaltungen zu schaffen. Dem Konsortium gehörten neben Koordinator Italien Deutschland (Bayern), Rumänien, Griechenland, Bulgarien, Slowenien, Montenegro, Kroatien, Mazedonien und Serbien an. Die BayFOR war dafür verantwortlich, bayerische Umweltdienstleister und Experten der Abfallwirtschaft zu identifizieren, die bereit sind, den Wissenstransfer in den beteiligten Ländern zu unterstützen und zu etablieren.
Über die Bayerische Forschungsallianz GmbH (BayFOR)
Die Bayerische Forschungsallianz GmbH berät und unterstützt bayerische Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft umfassend beim Einwerben von europäischen Forschungsgeldern mit dem Ziel, den Wissenschafts- und Innovationsstandort Bayern im Forschungsraum Europa fortzuentwickeln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem neuen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizon 2020. Als Partner im Enterprise Europe Network (EEN) bietet die BayFOR zudem gezielte Beratung und Unterstützung für bayerische Unternehmen – insbesondere KMU – an, die sich für eine Teilnahme an EU-Forschungs- und Innovationsprojekten interessieren. Des Weiteren koordiniert die BayFOR die gemeinsamen Aktivitäten der Bayerischen Forschungsverbünde und unterstützt ihre Vernetzung auf europäischer Ebene. Die BayFOR beheimatet außerdem die Wissenschaftliche Koordinierungsstelle Bayern-Québec/Alberta/International der Bayerischen Staatsregierung, die den Aufbau gemeinsamer Forschungsprojekte mit Wissenschaftlern aus diesen Regionen gezielt unterstützt. Die BayFOR ist eine Partner-Organisation im bayerischen Haus der Forschung (http://www.hausderforschung.bayern.de). Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bayfor.org.
Kontakt:
Dipl.-Oec. Cristina Saftoiu
Projektmanagerin WE-EEN in der BayFOR
Prinzregentenstraße 52
D-80538 München
Tel.: +49 (0)89 9901888-206
E-Mail: saftoiu@bayfor.org
Internet: http://www.bayfor.org/we-een_projekt
Christine Huber
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der BayFOR
Tel.: +49 (0)89 9901888-113
E-Mail: huber@bayfor.org

Barbara Schönleben | idw
Weitere Informationen:
http://www.bayfor.org/we-een_projekt
http://www.bayfor.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Hochmodernes Forschungsflugzeug fliegt zurzeit über Europa
17.07.2017 | Universität Bremen

nachricht Baumgrenze wird nicht allein durch das Klima bestimmt
03.07.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten