Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wirkungsvolle Hightech-Strategie

15.09.2014

Studie belegt Leistungsfähigkeit der Spitzencluster in Deutschland / Wanka: „Hightech-Strategie ist Aushängeschild deutscher Innovationspolitik“

Die Hightech-Strategie (HTS) entfaltet ihre Wirkung. Im internationalen Vergleich konnte Deutschland mit dem Spitzencluster-Wettbewerb (SCW), einem Schwerpunkt innerhalb der HTS, seine Wirtschaftskraft deutlich verbessern. 900 Innovationen, 300 Patente, 450 Dissertationen und Habilitationen, 1000 Bachelor- und Masterarbeiten und 40 Unternehmensausgründungen sind eine erste positive Bilanz.

Das geht aus einer Studie unter der Leitung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) hervor. Die wissenschaftliche Untersuchung bestätigt: Der SCW ist ein besonders innovatives und erfolgreiches Instrument der Forschungs- und Innovationsförderung.

„Die Hightech-Strategie ist ein Aushängeschild deutscher Innovationspolitik. Die neue Studie zeigt, dass es ein guter Weg ist, Unternehmen und Wissenschaft regional eng zu vernetzen. So entstehen in kurzer Zeit Innovationen, die sich im globalen Wettbewerb behaupten können. Das hilft, Arbeitsplätze und Wohlstand in Deutschland langfristig zu sichern“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

Deutschlands fünfzehn Spitzencluster gehören in ihren Technologiefeldern zur Spitze der europäischen Innovationsregionen. Das Themenspektrum umfasst dabei die unterschiedlichsten Technologien, von individualisierter Medizin über Logistikdienstleistungen und Automatisierungstechnik bis hin zu Bioökonomie und Flugzeugbau. Die Projekte werden mit insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro gefördert, wobei die Hälfte von der Wirtschaft aufgebracht wird.

Die Studie zeigt, dass grade die im SCW geförderten kleinen und mitteleren Unternehmen (KMU) ihre eigenen FuE-Ausgaben deutlich stärker als größere Unternehmen erhöhten. Der durch die SCW-Förderung ausgelöste Hebeleffekt für KMU liegt bei dem 1,36fachen der Fördersumme. Das bedeutet, dass KMU ihre FuE-Ausgaben über die SCW-Fördersumme hinaus ausweiteten, und zwar pro öffentlich investierten Euro durchschnittlich um 1,36 Euro.

Laut Studie ist der Erfolg der Spitzencluster insbesondere auf die Vernetzung der regionalen Akteure zurückzuführen. Zahlreiche Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschung sind neu entstanden oder wurden intensiviert. Die hohe Sichtbarkeit auch im Ausland fördert internationale Kontakte und macht die Spitzenclusterregionen attraktiv.

So konnten bereits heute die Regionen in Deutschland mit einer Vielzahl von frisch ausgebildeten oder angeworbenen praxisnahen Fachkräften, die vor Ort Ideen in Innovationen umsetzen, gestärkt werden. Die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Spitzencluster werden sich, so die Studie, erst in den nächsten Jahren voll offenbaren.

Insbesondere die stärkere internationale Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft, Forschung und Industrie, wie sie die aktuelle Studie empfiehlt, soll in der neuen HTS intensiviert werden. Auch werden Elemente aus dem SCW in künftigen Förderkonzepten genutzt werden, um aus Ideen noch schneller Innovationen zu machen. „Wir werden die Erkenntnisse nutzen. Als erstes wollen wir vor allem die Internationalisierung vorantreiben. Das ist wichtig, wenn wir Innovationsweltmeister werden wollen“, sagte Wanka.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.bmbf.de/de/20741.php.
Dort finden Sie Links zum Evaluationsbericht sowie einer Kurzfassung auf den Internetseiten des RWI.

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten