Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie verändern mobile Applikationen den Geschäftsreisealltag?

10.03.2011
- Umfrage unter rund 260 internationalen Business-Nutzern aus der Tourismusindustrie
- Mehr Produktivität durch Zeitersparnis – Positiver Effekt auf „Work-Life-Balance“

Wie verändern der Einsatz und die Anwendungen mobiler Applikationen und deren fortschreitende Technologie den Alltag und das Reiseverhalten von Geschäftsreisenden? Welchen Einfluss haben mobile Applikationen auf die Geschäftsreise, besonders unter Managementaspekten, und welche Ansätze zur Verbesserung der Produktivität liefern sie?

Antworten auf diese Fragen gibt eine aktuelle Studie der Hochschule Heilbronn des Masterstudiengangs „International Tourism Management“ im Fach „eCommerce“, die nun auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB Kongress) in Berlin vorgestellt wurde. Weltweit rund 260 geschäftliche Nutzer von mobilen Applikationen aus der Tourismusindustrie – speziell aus dem Bereich Business Travel – nahmen an der Umfrage teil und gaben Auskunft zu ihren Gewohnheiten, Wünschen und Kritiken rund um das Mobiltelefon. Das Forschungsprojekt wurde in Kooperation mit ACTE Global (Association of Corporate Travel Executives), DuntonTinnus Consulting und dem Marktforschungsinstitut IPSOS von Prof. Dr. Manfred G. Lieb, Professur für Management und Unternehmensführung (Organisation, Marketing) an der Hochschule Heilbronn sowie Claudia Brözel, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrkraft für „Online Market Research“ und „eCommerce“ an der Hochschule Heilbronn, durchgeführt.

Unabhängigkeit, Sicherheit und Zeitersparnis – auch im Urlaub
Eines der Ergebnisse der Studie ist, dass Mobilfunkgeräte grundsätzlich immer stärker zweckentfremdet genutzt werden. Über ein Drittel aller Besitzer nutzt ihr Gerät für andere Dinge als die klassische Konversation: Social Networking beispielsweise macht bereits heute neun Prozent des mobilen Nutzungsanteils aus. In einer repräsentativen Unterstudie wurde insbesondere das Nutzungsverhalten in vier reiseintensiven Märkten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden) während des Urlaubs untersucht. Fast 70 Prozent der Befragten gaben an, grundsätzlich eine positive Einstellung zu modernen Technologien und mobilen Geräten zu haben. Vor allem während einer Reise gäbe die Nutzung ein Gefühl von Sicherheit, Unabhängigkeit und spare Zeit – so die Resultate. Unterschiede bei der Akzeptanz gibt es jedoch zwischen den betrachteten Ländern, in Bezug auf Alter oder auch Geschlecht: Beispielsweise sind französische Frauen wesentlich stärker als andere daran interessiert sind, Informationen während ihrer Urlaubsreise mit Freunden zu teilen.
Bei touristischen Geschäftsreisenden der Favorit: Das Smartphone
Fast alle Befragten sind Nutzer von Smartphones oder möchten sich in Kürze eines anschaffen. 75 Prozent von Ihnen stimmen der Aussage zu, dass mobile Technologien die Produktivität in allen Phasen des Reisens enorm erhöhen. Dies erklärt, dass in vielen Fällen die Nutzung durch den Arbeitgeber unterstützt und dann auch entsprechend intensiver praktiziert wird. Vor allem bei der Reisedurchführung, aber auch der Reiseplanung und –abrechnung, wird die Produktivitätsverbesserung deutlich hoch eingeschätzt. Offensichtlich wird in den Antworten allerdings auch, dass noch integrierte Systeme fehlen. Die stetige Verfügbarkeit von Informationen an jedem Ort nach den von den Reisenden eingeschätzten Notwendigkeiten macht auch die konkrete Reisephase zu einer produktiv gefüllten Zeit. Dadurch werden insgesamt Zeiten von Geschäftsreisen zu Zeiten der Produktivität.
Smartphones mit positivem Effekt auf die „Work-Life-Balance“
Datensicherheit spielt für mehr als 70 Prozent der Befragten eine herausragende Rolle – entsprechend beliebt ist die Nutzung der Smartphones von RIM (Blackberry). Hier zeigt sich eine gewisse konservative Nutzung der Geschäftsreisenden: E-Mail (82 Prozent) und Organizer (73 Prozent) rangieren in der Nutzung vor dem Internet (50 Prozent). 84 Prozent halten soziale Netzwerke für sehr wichtig, nur etwa 30 Prozent nutzen diese Funktion intensiv. Sehr deutlich ist die Einschätzung ebenfalls in der Frage des Nutzens für Geschäftsreisende: 78 Prozent glauben, dass mit Smartphones ihre Unabhängigkeit gestiegen ist. Die Sorge, dass eine ständige Erreichbarkeit Stress produziere, scheint nicht geteilt zu werden, denn 62 Prozent betonen, dass Smartphones einen positiven Effekt auf ihre „Work-Life-Balance“ habe.

Die vollständige Studie erscheint im Juli 2011 als Whitepaper von ACTE.

Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit 6.400 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte der Region und gehört mit zu den führenden Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 42 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Hochschule fühlt sich dem Leistungsprinzip und Elitegedanken verpflichtet und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Weitere Informationen und Studienberatung: Prof. Dr. Manfred G. Lieb, Hochschule Heilbronn, Max-Planck-Str. 39, 74074 Heilbronn, Telefon: 0 71 31-504-227, E-Mail: lieb@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de

Pressekontakt Hochschule Heilbronn: Heike Wesener (Kommunikation und Marketing),
Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 0 71 31-504-499, Telefax: 0 71 31-504-559,E-Mail: wesener@hs-heilbronn.de, Internet: www.hs-heilbronn.de

Heike Wesener | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-heilbronn.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie