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USA und China fordern europäische Vormachtstellung bei Solarenergie heraus

24.06.2009
Der zunehmende Wettbewerb und die globale Wirtschaftskrise werfen Schatten auf den westeuropäischen Solarenergiemarkt.

Aufgrund fallender Preise für Polysilizium und Solarmodule dürfte es China gelingen, seine Rolle als wichtigster Lieferant von Solarmodulen auszubauen.

Bei der installierten Kapazität spielen die USA eine wachsende Rolle, da mehr und mehr Bundesstaaten Standards für erneuerbare Energien einführen. Trotz dieser Marktentwicklungen und der gegenwärtigen Wirtschaftskrise sieht es für den europäischen Solarenergiemarkt jedoch auch weiterhin günstig aus, da neue Märkte innerhalb Europas ein großes Umsatzpotenzial bieten.

Ursprüngliche Pioniere der Solarenergie waren Europa und Japan, die nach wie vor die stärksten Positionen halten. Dabei ist Europa – und hier wiederum insbesondere Deutschland – mit Abstand der wichtigste Akteur im globalen Solarenergiemarkt. Allerdings wird die europäische Position seit Kurzem schwächer, da andere Regionen mehr Dynamik im Solargeschäft entwickeln.

Mittlerweile steht Europa zwei großen Wettbewerbern gegenüber: China und den USA. Die chinesische Industrie übt Druck auf die Herstellungskosten aus, da sie in der Lage ist, Solarmodule zu den niedrigsten Kosten zu produzieren. In den USA hat das Streben nach einer unabhängigen Energieversorgung die politische Unterstützung für erneuerbare Energien zunehmen lassen, wodurch die Solarenergiebranche einen kräftigen Schub erhalten hat.

„Wenn es um Solarzellen und -module geht, sind die asiatischen Hersteller auf aggressivem Expansionskurs. Darunter leiden vor allem japanische und europäische Produzenten. Niedrige Kosten und zunehmender technischer Sachverstand werden vor allem China dabei helfen, seine Präsenz auf dem globalen Solarmarkt weiter auszubauen“, so Alina Bakhareva, Green Energy Research Manager bei der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://www.frost.com). „Zudem haben auch die USA, die bisher nur einen Bruchteil ihres immensen Potenzials genutzt haben, das Zeug dazu, einen starken und gut diversifizierten Solarmarkt zu entwickeln.“

Trotz der neuen internationalen Wettbewerbssituation dürfte Europa jedoch ein gutes Stück seines Marktanteiles behaupten können. Die Region zeichnet sich durch drei entscheidende Vorteile aus: solide Forschung, wettbewerbsfähige Fertigung und staatliche Unterstützung.

„Angesichts der weltweit schwierigen Wirtschaftslage, restriktiver Kreditmärkte und eines im Vergleich zu 2008 rückläufigen Niveaus an staatlicher Unterstützung dürfte der Einzelhandel für Solarmodule aktuell am meisten leiden. Großprojekte mit gesicherter Finanzierung werden voraussichtlich weiterlaufen, während es für neue Vorhaben dieser Größenordnung schwer sein dürfte, kurzfristig Investoren zu vernünftigen Kosten zu finden“, meint Bakhareva. „Wir gehen davon aus, dass eine Gesundschrumpfung die Branche letztlich stärker machen wird, da letztlich nur die Akteure übrig bleiben werden, die in der Lage sind, die besten Produkte zu den besten Preisen anzubieten. Dabei dürften Unternehmen mit besseren Bilanzen damit beginnen, ihre schlechter gestellten Wettbewerber aufzukaufen. Trotz der großen Herausforderungen ist der langfristige Trend zu erneuerbaren Energien und insbesondere zu Solarenergie jedoch ungebrochen.“

Was die Ländermärkte betrifft, verfügt Deutschland nach wie vor über eine starke Position innerhalb Europas. Der Einzelhandel leidet gegenwärtig unter dem mangelnden Verbrauchervertrauen und der geringen Bereitschaft zum Geldausgeben. Positiver sieht es bei kommerziellen Projekten aus: Viele große Hersteller haben angekündigt, ihre Kapazität zu erweitern oder neue Anlagen zu bauen. So hat bei Cottbus der Bau des mit 63 Megawatt Gesamtleistung bislang größten Photovoltaikkraftwerks in Deutschland begonnen.

Frankreich favorisiert traditionell die Technologien der gebäudeintegrierten Photovoltaik (GIPV), einer Anwendung, für die der höchste Tarif von bis zu € 0,55/kWh gezahlt wird. Bakhareva kommentiert: „Das Land hat zwar in den letzten fünf Jahren recht vernünftige Wachstumsraten erzielt, doch hat man allgemein den Eindruck, dass sich der Solarmarkt besser entwickelt hätte, wenn die Politik alle Arten von Installationen gleich behandelt hätte.“

Seit Einführung eines neuen Einspeisungstarifs im Frühjahr 2007 ist Spanien zu einem wichtigen Abnehmer für die Solaranlagen geworden. Die Bauträger beeilten sich, noch vor September 2008 so viele Systeme wie möglich zu installieren, um sich den Vorteil eines großzügigen Einspeisetarifs von € 0,42 pro kWh zu sichern. Dies führte dazu, dass die Regierung mit Anträgen überhäuft wurde und es zu erheblichen Verzögerungen kam. Nach der Genehmigung von 392 Projekten begrenzte die Regierung die Förderung und senkte die Tarife. Im Ergebnis dürfte bei der im Jahr 2009 neu installierten Kapazität kaum wieder das Niveau von 2008 erreicht werden.

Italien und Griechenland haben das Potenzial, aufgrund attraktiver Tarife erfolgreiche neue Märkte zu werden. Allerdings führen administrative Hürden dazu, dass sie vorerst schlafende Riesen bleiben. Ein weiterer neuer Markt, die Tschechische Republik, startete seine Solarenergiebranche im Jahr 2007 mit der Installation von 4,5 MW Solarleistung. Gerade die Tschechische Republik könnte sich 2009 in einen der wachstumsstärksten Märkte verwandeln, so Frost & Sullivan abschließend.

Bei Interesse an weiteren Informationen zu Frost & Sullivans Studien zum Solarenergie-Markt wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.

Seit über 45 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 35 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

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