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UFE – Studie “Elektrizität 2030 – Vor welchen Alternativen steht Frankreich?”

02.12.2011
In der Studie des Verbands der französischen Netzbetreiber (UFE – Union francaise de l’électricité) werden die Mehrkosten einer Reduzierung der nuklearen Erzeugung von Elektrizität anhand von drei Szenarien durchgerechnet:

A) 2030 – Stabilisierung der nuklearen Stromerzeugung bei 70 % der nationalen Elektrizitätserzeugung (zzt. rund 75 %)

B) 2030 – Reduzierung der nuklearen Stromerzeugung auf 50 % der nationalen Elektrizitätserzeugung

C) 2030 – Reduzierung der nuklearen Stromerzeugung auf 20 % der nationalen Elektrizitätserzeugung

Der daraus resultierende Investitionsbedarf variiert je nach Szenario zwischen 322 Milliarden und 434 Milliarden Euro. Der Investitionsbedarf des Szenarios A wird auf 322 Milliarden Euro geschätzt. Das Szenario B verursacht Mehrkosten von 60 Milliarden Euro. Die Differenz an notwendigen Investitionen zwischen dem Szenario A und C beläuft sich auf 112 Milliarden Euro.

Die Stromrechnung eines mittleren französischen Haushalts würde sich – so die Schätzungen der Studie – bis zum Jahr 2030 von 126 Euro pro MWh auf 189 Euro im Jahr 2030 erhöhen (+ 50 %); sie läge damit noch immer unter dem von der Studie angenommenen heutigen Preis pro MWh eines deutschen Haushalts (220 Euro).

Die 30 Seiten umfassende UFE-Studie ist in folgende Hauptabschnitte gegliedert:

Die Alternativen der Elektrizitätsversorgung, vor denen Frankreich steht

Die Entwicklung des Elektrizitätsverbrauchs bis zum Jahr 2030

Die Szenarien der Elektrizitätsproduktion und der Netze in der Perspektive des Jahres 2030

mit den Unterabschnitten:
- 3 Szenarien der Produktion nuklearer Elektrizität
- Die stärkere grenzüberschreitende Verknüpfung der nationalen Stromnetze (20 bis 22 GW nach Schätzung des Stromnetzbetreibers RTE) in Europa

- Die Wegentwicklung des bisher sehr zentralisierten nationalen Stromnetzes zu einer dezentralen Netzstruktur

- Die Akzeptanz der notwendigen Infrastrukturen seitens der Gesellschaft

- Die Speicherung der Energie (einschließlich Abscheidung und Speicherung von CO2)

- Die Entwicklung der “dynamischen” elektrischen Systeme / “Smart grids”

Die vergleichenden Bilanzen der Szenarien mit den Unterabschnitten:
- Bilanz der CO2-Emissionen
- Auswirkungen auf die Preise (Privathaushalte und Unternehmen)
- Anfälligkeit der Preise infolge der Variabilität der Preise von fossilen Energien auf dem Weltmarkt

- Auswirkungen auf die Zahlungsbilanz Frankreichs.


Weitere Informationen zum Bericht unter (nur auf Französisch): http://www.ufe-electricite.fr/IMG/pdf/brochure_synthese_ufe_fr_bd.pdf

Quelle:

- Pressemitteilung der DFGWT – 23.11.2011 – http://www.kooperation-international.de/countries/themes/nc/info/detail/data/57435/

Redakteur: Dr. Hermann Schmitz-Wenzel, DFGWT – Deutsch-Französische Gesellschaft für Wissenschaft und Technologie e. V. –

hermann.schmitz-wenzel(at)t-online.de

Dr. Hermann Schmitz-Wenzel | Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de

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