Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Türkei sollte schnell handeln, um sich im Markt für Elektrofahrzeuge zu etablieren

01.11.2010
Mit ihrer Kompetenz im Bereich Automobilherstellung und Fahrzeugtechnik ist die Türkei startklar, um ein globaler Hersteller von Elektrofahrzeugen und Akkus zu werden. Dafür sind jedoch ein größeres Engagement seitens der Regierung sowie höhere Investitionen, ein klar definiertes Akku-Preismodell und eine verbesserte Ladeinfrastruktur erforderlich.

Laut der Unternehmensberatung Frost & Sullivan soll der weltweite Markt für Elektrofahrzeuge bis 2015 auf 1,2 Millionen Einheiten anwachsen, bei 43 Fahrzeugherstellern mit insgesamt 75 verschiedenen Elektrofahrzeug- Modellen. Bis zum Jahr 2020 dürften überall zwischen sieben und zwölf Prozent der gesamt verkauften Fahrzeuge Elektrofahrzeuge sein.

Europa und Nordamerika sind hierbei in diesem Jahrzehnt die beiden stärksten Märkte für Elektrofahrzeuge. „Obwohl die Industrie für Elektrofahrzeuge in der Türkei noch in den Anfängen steckt, geben OEMs wie Renault und Fiat ihre Absicht bekannt, Elektrofahrzeuge dort herzustellen, und die Regierung bereitet sich darauf vor, ihre staatlichen Pläne für Elektrofahrzeuge vorzustellen“, erklärt Hilal Cura, Research Analyst für den Bereich Automotive & Transportation bei Frost & Sullivan über die Position der Türkei in der neuen Ära der E-Mobilität.

OEMs konzentrieren ihre Bemühungen zurzeit stark darauf, Elektrofahrzeuge in der Türkei zu fördern. Renault-Nissan wird Ladenetzwerke und Elektrofahrzeuge für Flottendienste in Ankara und Istanbul bereitstellen. Fiat hat mit seinem Partner Tofas Türk Otomobil Fabrikasi A.S, die Herstellung der Elektroversion des Fiat Doblo begonnen. BD Automotive arbeitet mit dem chinesischen Hersteller BYD daran, bis 2011 die ersten Modelle für Elektrofahrzeugsakkus zu importieren. Der Akku-Hersteller Inci Akü investiert ebenfalls in Forschung und Entwicklung von Batterien für Elektrofahrzeuge.

Die ausschlaggebenden Faktoren, um den Markt für Elektrofahrzeuge voranzutreiben, sind jedoch Akku-Preismodell und Ladeinfrastruktur. „Der Lithium-Ionen-Akku erhöht die Kosten für das Fahrzeug um 7.500 – 9.500 Euro. Um diese zusätzliche Last zu verringern, sollten OEMs und Batteriehersteller zusammenarbeiten und Energie-Pakete mit Batterie-Leasing anbieten“, meint Cura. „Um eine effiziente Nutzung der Elektrofahrzeuge zu gewährleisten, sollte die Regierung im ersten Jahr mindestens vier Ladestellen pro Fahrzeug installieren, wobei dies in der Folge auf 2,5 Ladestellen pro Fahrzeug im fünften Jahr heruntergefahren werden kann. Dies wird der Stahl-, Kommunikations- und Elektronik-Branche Aufwind geben und gute Chancen ermöglichen.”

Es besteht kein Zweifel darüber, dass die OEMs ein hohes Potential für Elektrofahrzeuge in der Türkei sehen. Die Regierung muss jedoch ihre Position deutlicher klären und Zuschüsse und Anreize für OEMs und andere Industriezweige zur Verfügung stellen. „Dadurch können Arbeitsplätze in der Türkei geschaffen bzw. gehalten werden, die sonst in andere osteuropäische Länder oder asiatische Länder wie Indien und China abwandern würden“, gibt Cura zu Bedenken. „Gleichzeitig und parallel hierzu müsste durch staatliche Anreize für Käufer von Elektrofahrzeugen ein inländischer Markt für Elektrofahrzeuge geschaffen werden. Die Türkei ist zweifelsfrei in der Lage, diese Gelegenheit wahrzunehmen, aber sie muss sich intern einigen und schnell handeln.“

Bei Interesse an weiteren Informationen zum türkischen Markt für Elektrofahrzeuge, wenden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer vollständigen Kontaktdaten an Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com). Die Informationen werden Ihnen nach Eingang der Kontaktdaten per E-Mail zugesendet.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die in Partnerschaft mit ihren Kunden innovative Wachstumsstrategien entwickelt. Mit einem Serviceportfolio bestehend aus den Bereichen Growth Partnership Services, Growth Consulting und Corporate Training & Development unterstützt Frost & Sullivan seine Kunden dabei, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen.
Seit über 45 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche.

Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
Twitter: twitter.com/frost_sullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

Luftfahrt der Zukunft

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

In Deutschland wächst die Zahl der Patienten mit Diabetes mellitus

23.02.2017 | Medizin Gesundheit

Viren unterstützen Fotosynthese bei Bakterien – Vorteil in der Evolution?

23.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Katalyse in der Maus

23.02.2017 | Biowissenschaften Chemie