Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Truck Powertrain 2020 - Mastering the CO2 Challenge

21.09.2010
Roland Berger Studie "Truck Powertrain 2020 - Mastering the CO2 Challenge": Nur durch eine Kombination verschiedener Technologien sind die zukünftig erwarteten Anforderungen an CO2-Emissionen zu erfüllen

- Über 50 Interviews mit führenden Managern und Branchenexperten auf der ganzen Welt

- Bei neuen Nutzfahrzeugen ist eine vorgeschriebene Senkung der CO2-Emissionen um bis zu 30 Prozent bis 2020 zu erwarten

- Dieses Ziel kann nur über eine Kombination verschiedener Technologien erreicht werden

- Durch Hybrid-Technologie lässt sich der CO2-Ausstoß im Stadtverkehr je nach eingesetzter Technologie um bis zu ein Drittel senken

- Diesel bleibt nach wie vor die wichtigste Kraftstoffart, aber der Einsatz alternativer Kraftstoffe wird weiter zunehmen

Bis 2020 sind strikte Vorgaben für CO2-Emissionen bei LKW zu erwarten. Eine Senkung um bis zu 30 Prozent ist realistisch. Deshalb sind die schnelle Entwicklung neuer alternativer Technologien und radikale Veränderungen im Fahrzeugdesign notwendig.

Die erforderliche Senkung des CO2-Ausstoßes wird aber nicht allein durch neue Antriebstechnologien erreicht, auch weitere Fahrzeugverbesserungen beispielsweise bei der Aerodynamik werden einen wichtigen Beitrag leisten. Unter den neuen alternativen Technologien wird bis 2020 nur der Hybridantrieb eine bedeutende Rolle spielen.

Dennoch würde es mit keiner dieser Technologien wie Hybrid-/Elektrofahrzeuge, Wasserstoff-Brennstoffzellen oder alternativen Treibstoffen allein gelingen, die erwarteten CO2-Ziele zu erreichen. Deshalb gilt es, einen auf die jeweilige Region und das Fahrzeugsegment eigens zugeschnittenen Technologie-Mix zu entwickeln.

"Die Entwicklung neuer alternativer Antriebstechnologien ist unerlässlich, um die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren und die Auswirkungen der Treibhausgase einzudämmen", sagt Norbert Dressler, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. "Nur mit dem kombinierten Einsatz von Hybrid- und Elektroantrieben, Brennstoffzellen und alternativen Kraftstoffen, der weiteren Optimierung herkömmlicher Verbrennungsmotoren sowie zusätzlichen Fahrzeugverbesserungen lässt sich die angestrebte Reduzierung der CO2-Emissionen verwirklichen."

Es steht eine breite Palette potenzieller Antriebstechnologien zur Verfügung, um die ambitionierten Ziele der Regierungen zur Senkung der CO2-Emissionen zu erreichen. "Doch nicht alle diese Technologien werden tatsächlich Eingang in die Serienproduktion finden. Externe Faktoren wie Lobby-Arbeit, technische Entwicklungen in anderen Branchen und die geschickte Nutzung von Kooperationen und Allianzen werden mit darüber entscheiden, welcher Technologie-Mix sich künftig in der Nutzfahrzeugindustrie durchsetzen wird", so Dressler.

Hybrid-Antriebe werden sich bis 2020 in bestimmten Segmenten etablieren

Alle Sektoren sind zum Handeln aufgerufen, um die ambitionierten, von der International Energy Agency (IEA) kalkulierten Ziele zu erfüllen. Aufgrund des Interesses der Städte an umweltfreundlichen Fahrzeugen ist bis 2020 mit der Einführung von Hybridantrieben bei Stadtbussen und städtischen Nutzfahrzeugen zu rechnen. Dieser Trend trifft, wenn auch in geringerem Maße, auch auf Lastkraftwagen für den Einsatz im Intercity-Verkehr zu. Im Gegensatz dazu gelten im Fernverkehr vor allem Fahrzeugverbesserungen wie aerodynamische Ausstattungen als entscheidender Faktor für die Reduzierung der CO2-Emissionen in den Triade- und den BRIC-Märkten.

Alle Bereiche der Branche sind gefordert

Der Studie zufolge müssen OEMs und Zulieferer in den Triade-Märkten Allianzen eingehen, um die F&E-Ausgaben zur Entwicklung emissionsarmer Technologien zu stemmen. Darüber hinaus sind Hersteller und Zulieferer gefordert, globale Standards für Komponenten wie Batterien festzulegen, um bedeutende Marktvolumina zu erreichen und so die Kosten zu senken. Zulieferer und OEMs in den BRIC-Ländern müssen sich ähnlichen Herausforderungen stellen wie in den etablierten Triade-Märkten. Sie müssen entscheiden, ob sie zu den Vorreitern und Innovatoren gehören und von einem möglichst frühen Markteintritt profitieren möchten oder ob sie es vorziehen, als Nachzügler Kosten und Risiken zu minimieren, indem sie bereits bewährte Technologien einsetzen. Die Regierungen der einzelnen Staaten müssen nicht nur angemessene CO2-Ziele vorgeben, sondern auch Anreize für die Kunden schaffen und bestehende Gesetzgebungen falls notwendig anpassen, um das größtmögliche Reduktionspotenzial zu ermöglichen.

Kombination verschiedener Technologien zu erwarten

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass keine der aktuell verfügbaren Technologien allein in der Lage sein wird, die CO2-Emissionen der Neufahrzeuge bis 2020 ausreichend zu senken. Die einzige Lösung besteht vielmehr in der Kombination verschiedener Technologien, die je nach Region und Nutzfahrzeugsegment allerdings variieren kann. Dennoch wird die geforderte Senkung des CO2-Ausstoßes nicht allein durch den Einsatz neuer Antriebstechnologien erreicht.

Fahrzeugverbesserungen können vor allem im Fernverkehrssegment die CO2-Emissionen der Neufahrzeuge um 15 Prozent oder mehr senken - und sich auch noch in weniger als drei Jahren amortisieren. Dazu gehören aerodynamische Ausstattungen wie Dachspoiler, Seitenschürzen, und rollwiderstandsarme Reifen.

Bei den herkömmlichen Verbrennungsmotoren sind die Technologien in den Triade-Staaten bereits weitgehend optimiert. "Deshalb lassen sich hier nur noch Verbesserungen von maximal fünf Prozent erzielen", sagt Roland Berger Partner Wolfgang Bernhart. Die konventionellen Antriebe in den BRIC-Ländern dürften bis 2020 ganz erheblich von den bewährten Technologien in den Triade-Märkten profitieren und die CO2-Emissionen der Fahrzeuge zu geringeren Kosten um 10 - 20 Prozent reduzieren. Die Ergebnisse im Bereich der Hybrid-Technologie sind vielversprechend - der Kraftstoffverbrauch städtischer Nutzfahrzeuge lässt sich dadurch bis 2020 um bis zu ein Drittel senken. Reine Elektrofahrzeuge werden bis 2020 vor allem im Stadtbusbereich eine Rolle spielen, Brennstoffzellen-Antriebe sind dagegen noch zu teuer. Mit Blick auf die Kraftstoffe folgert Dressler: "Alternative Kraftstoffe werden eine sehr wichtige Rolle bei der Senkung der CO2-Emissionen spielen, aber Diesel wird bis 2020 weiter die wichtigste Kraftstoffart bleiben."

Bernhart ergänzt: "Hersteller und Zulieferer müssen sich dieser Herausforderung jetzt stellen und geeignete Strategien entwickeln, um ihren Erfolg in der Nutzfahrzeugindustrie langfristig zu sichern."

Die Zusammenfassung der Studienergebnisse können Sie kostenfrei herunterladen unter: www.rolandberger.com/pressreleases

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter unter:
www.rolandberger.com/press-newsletter
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 2.000 Mitarbeiter haben im Jahr 2009 einen Honorarumsatz von 616 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 Partnern.

Sebastian Deck | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Verstädterung wird 300.000 km2 fruchtbarsten Ackerlands verschlingen
27.12.2016 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie