Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tratschende Frauen leben gesünder und glücklicher

17.06.2009
Britische Experten kritisieren unrichtige Interpretation von US-Studie

Einer Untersuchung von Forschern der University of Michigan zufolge, leben Frauen, die tratschen gesünder und glücklicher.

Verantwortlich dafür ist das weibliche Geschlechtshormon Hormon Progesteron, das auch einen gesundheitsstimulierenden Effekt hat. Bei Frauen, die in der Studie ausführlich über ihr Leben berichteten, lag der Progesteron-Wert weit höher als bei jenen, die nicht sehr viel von sich preisgaben.

Im Fachmagazin Hormones and Behaviour wurde das Studienergebnis der Wissenschaftler um Stephanie Brown veröffentlicht. Nun hat allerdings das britische NHS-Knowledge Service zu einem Bericht über die Studie in der Tageszeitung Daily Telegraph Stellung genommen und die falsche Überschrift zur Studie kritisiert, denn dass Tratschen glücklich mache, sei aus dem Studienergebnis nicht ableitbar.

Die US-Forscher sagten, dass diese Arbeit die erste sei, die hormonelle Veränderungen - allerdings nur von Progesteron, nicht aber von Cortisol - mit einer experimentellen Manipulation von Nähe einhergeht. Zudem sei ein Zusammenhang zwischen Progesteron und der Bereitschaft das eigene Leben für jemanden anderen zu riskieren vorhanden. "Es ist wichtig die Verbindung zwischen den biologischen Mechanismen und dem sozialen Verhalten von Menschen zu finden. Diese Verbindungen helfen uns zu verstehen, warum Menschen in engen Beziehungen glücklicher und gesünder sind und auch länger leben", so Brown.

Das erfordere weitere Untersuchungen, könne aber keineswegs damit erklärt werden, dass Frauen, die tratschen länger leben, meinen die NHS-Experten. Zudem habe die Untersuchung von Brown nur die Werte zweier Hormone untersucht und nicht Gesundheitsaspekte oder die Frage nach dem Glücklichsein. Damit bleibe unklar, ob die Unterschiede der Hormonwerte zu Unterschieden im Gesundheitszustand oder dem Glücksgefühl führen.

Insgesamt sind 160 Frauen für die Studie befragt worden. Verlässliche Hormonwerte hat es allerdings bei nur 141 Probandinnen gegeben. Dabei konnten die Forscher feststellen, dass jene Frauen, die über ihre soziale Bedingung Auskunft gaben entweder gleich hohe oder höhere Progesteron-Werte gemessen wurden als in der Vergleichsgruppe.

Änderungen der Cortisol-Werte waren hingegen in beiden Gruppen nicht feststellbar. In den Testergebnissen wurde auch deutlich gezeigt, dass jene, die offen über ihre sozialen Beziehungen Auskunft gaben, auch engere Bindungen zu ihrem Partner hatten.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.umich.edu
http://www.nhs.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Dialysepatienten besser vor Lungenentzündung schützen
17.01.2018 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Neue Studie der Uni Halle: Wie der Klimawandel das Pflanzenwachstum verändert
12.01.2018 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics