Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schimmel erhöht Asthmarisiko deutlich

04.08.2011
Kinder in befallenen Wohnungen später oft lungenkrank

Kleine Kinder, die in einer Wohnung mit Schimmelbefall leben, haben ein erhöhtes Risiko, später an Asthma zu erkranken. Das behaupten Forscher der University of Cincinnati in der Zeitschrift "Annals of Allergy, Asthma & Immunology". Ihre Studie bringt Schimmel im Kleinkindalter mit der chronischen Entzündung der Lungenwege und deren Symptome in Verbindung, kann jedoch noch keinen direkten Zusammenhang beweisen.

Gefahr steigt
Die Wissenschaftler um Tiina Reponen untersuchten die Wohnungen von 176 vorbelasteten Kindern - zumindest ein Elternteil hatte eine bekannte Allergie - auf Schimmel oder Modergeruch. Sie entnahmen dabei auch Staubproben aus den Räumen, in denen die Kinder am häufigsten spielten, und stellten per DNA-Test die genauen Schimmelarten fest. 18 Prozent der Kinder, die als Einjährige in einer Schimmelumgebung lebten, litten mit sieben Jahren an Asthma - doppelt so häufig wie jene aus schimmelfreien Wohnungen.
Auslöser und Verstärker
"Schimmel kann zwei denkbare Folgen haben: Bei manchen Menschen löst er selbst eine klassische Allergie aus, die teils spezifisch gegen gewisse Schimmelarten ist und teils unspezifisch gegen mehrere. Weiters kann Schimmel auch die Reaktion auf andere Allergieauslöser wie etwa Pollen verstärken", erklärt Horst Olschewski, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie http://www.ogp.at , im pressetext-Interview. Warum dieser Zusammenhang besteht, weiß man bisher nicht.

Wenn sich das Ergebnis der US-Forscher in weiteren Erhebungen bestätigt, könnte das in den Augen des Grazer Lungenmediziners eine Fachdiskussion in Gang setzen. "Es wäre eine Gegenhypothese zur weit verbreiteten Annahme, dass der Kontakt im frühen Kindesalter mit allergenen Substanzen zur Toleranz gegen diese beiträgt und Asthma vermeiden hilft."

Belüften und Heizen wichtig
In jedem Fall empfiehlt Olschewski die Vermeidung von Schimmelbildung in Wohnräumen. Nötig ist dafür die richtige Abstimmung von Luftfeuchte und Raumtemperatur durch ausreichende Belüftung und Heizung sowie die Beseitigung von Kältebrücken durch adäquate thermische Isolierung (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20101203004 ).

Johannes Pernsteiner | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.uc.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen