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Regionale Beschäftigungschancen gering Qualifizierter - eine Frage der Weiterbildung?

03.11.2008
Trotz allgemein rückläufiger Beschäftigung bei gering Qualifizierten in Deutschland, gelingt es einigen Regionen, Arbeitsplätze in diesem Segment zu halten.

Das NIW hat mit der Studie "Regionale Beschäftigungsentwicklung gering und mittel Qualifizierter in Niedersachsen - Determinanten und Handlungsempfehlungen" die Ursachen für diese regionalen Disparitäten aufgezeigt.

Dabei erwies sich eine sektorale bzw. funktionale Spezialisierung in weniger verdichteten Regionen als beschäftigungs- und qualifizierungsförderlicher Kontext. Ausgehend von den Ergebnissen sind im Bereich einfacher Tätigkeiten zwei Politik- bzw. Anpassungsstrategien für die regionale Ebene denkbar: Qualifizierung zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit und/oder Verbesserung regionaler Mobilität zur Verringerung des regionalen Mismatches.

Ziel des NIW-Workshops 2008 ist die Diskussion beider Strategien sowie ihrer Möglichkeiten und Grenzen für die Regionalpolitik. Im ersten Teil soll die betriebliche Nachfrage nach gering Qualifizierten sowie die Qualifizierungsanstrengungen für diese Personengruppe beleuchtet werden.

Wenn Regionen kaum Arbeitsplätze für gering Qualifizierte schaffen, stellt Abwanderung ein Flexibilisierungspotenzial dar, was zu der Frage führt, welche individuellen, regionalen und institutionellen Determinanten das Mobilitätsverhalten gerade gering qualifizierter Arbeitsloser beeinflussen.

Nachdem die grundlegenden Marktmechanismen und ihre Kontextabhängigkeit aufgezeigt wurden, beschäftigt sich der zweite Teil des Workshops mit Möglichkeiten und Grenzen regionaler Bildungs- und Qualifizierungspolitik.

Referate und Podiumsdiskussion sollen dazu die Fragen beantworten, warum es aus Sicht der regionalen Bildungspolitik effizient sein kann, gerade die geringen und mittleren Qualifikationen zu fördern und wie ganzheitliche regionale Ansätze diese Gruppen besser ansprechen können. Des Weiteren werden am Beispiel Brandenburgs branchenorientierte Qualifizierungsnetzwerke sowie die Rolle die Landespolitik bei der Etablierung solcher Netzwerke diskutiert.

Als externe Referenten konnten gewonnen werden:
o Frau Dr. Melanie Arntz, ZEW
o Herr Prof. Dr. Jens Südekum, Universität Duisburg-Essen
o Herr Dr. Scheuplein, Universität Münster
Hinzu kommen zwei Beiträge des NIW.
Die Beiträge werden in einem Workshop-Band erscheinen. Die Veröffentlichung wird wie üblich auf der Internetseite bzw. im Newsletter des NIW angekündigt.
Termin: 3.11.2008, 9.30 - 16.00 Uhr
Veranstaltungsort: Industrie-Club Hannover, Schiffgraben 36, 30175 Hannover

Olaf Krawczyk | idw
Weitere Informationen:
http://www.niw.de

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