Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pflege 2020 - "Profiling" für die Altenhilfe der Zukunft

27.07.2009
In der aktuellen Forschungsphase des Verbundprojekts "Pflege 2020" ermittelt das Fraunhofer IAO zukünftige Kundenprofile in der Altenhilfe. Auf Grundlage dieser "Steckbriefe" lassen sich bedarfsgerechte Versorgungskonzepte im vernetzten Altenhilfemarkt ableiten.

Die Versorgung im Alter stellt nicht nur jeden Einzelnen vor die Aufgabe, frühzeitig an seine Zukunft zu denken. Angesichts einer stetig steigenden Lebens¬erwartung stoßen in Deutschland immer mehr pflegebedürftige Menschen auf immer knappere Personal- und Finanzressourcen im Pflegebereich.

Das Fraunhofer IAO beschäftigt sich bereits seit Juli 2006 im Rahmen des Verbundforschungsprojekts "Pflege 2020" mit der Altenhilfe der Zukunft. Ziel ist es herauszufinden, welche innovativen Dienstleistungskonzepte und technologischen Entwicklungen die geforderte individuelle und bedarfsgerechte Versorgung sichern und die Pflegekräfte bei ihrer Tätigkeit unterstützen.

Um dieses Ziel zu erreichen, betätigen sich die IAO-Experten in der aktuellen Forschungsphase als "Profiler" der Altenhilfe, denn für die strategische Entwicklung von Pflege- und Betreuungsleistung ist es wichtig, die unterschiedlichen Voraussetzungen der Zielgruppe zu kennen um passgenaue Angebote zu entwickeln. Charakterisiert werden die Kundenprofile durch biopsychosoziale Einflussfaktoren, wie z.B. Gesundheit, Mobilität, Teilhabemöglichkeiten und -interessen, Beteiligung an Entscheidungen und das persönliche Umfeld. Die so entwickelten Kundenprofile unterscheiden sich anhand unterschiedlicher Fähigkeiten, Interessenslagen und der sozialen Einbindung. Als Ergebnismaterial werden ca. sechs bis acht Steckbriefe der Kundenprofile vorliegen.

Auf Grundlage der so ermittelten Kundentypen gehen die Projektpartner weiterhin folgenden Fragestellungen nach:

- Welche Dienstleistungen und Lebensräume nutzen die einzelnen Kundentypen? Wie müssen diese gestaltet werden?
- Welche Versorgungsstrukturen werden dem Bedarf mit einer zeitgemäßen Kombination aus Lebensräumen und Dienstleistung gerecht (Fokus auf Teilhabe/ Selbstständigkeit, Sicherheit und Autonomie)?
- Welche Synergien lassen sich für ein vernetztes Angebot nutzen?
- Wie sieht ein Modell einer sektorenübergreifenden Versorgung aus, die den Kunden, seinen Lebensraum und die Mitwirkenden zukunftsfähig und wirtschaftlich vernetzt?

- Welche Tätigkeitsprofile benötigen die Beschäftigten in einem vernetzten Altenhilfemarkt der Zukunft?

Die Ergebnisse von Pflege 2020 dienen den Projektpartnern als Impulse und Entscheidungshilfen für eine zukunftsfähige Strategie-, Dienstleistungs- und Produktentwicklung. Im Showcase "Pflege 2020-2.0" soll das interaktive Vernetzungsszenario der aktuellen Forschungsphase erlebbar gemacht werden. Es beschreibt die räumlich-technologische Dienstleistungsumgebung, die sich aus den Anforderungen des vernetzten Altenhilfemarkts der Zukunft ableiten lassen. Hierfür werden Lösungen der Partner identifiziert und ganzheitlich integriert.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Petra Gaugisch
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-5147, Fax +49 711 970-5461
petra.gaugisch@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.pflege2020.de
http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/presse-und-medien/247.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie