Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Per Unternehmen zum Ehrenamt

15.07.2013
Fraunhofer IAO untersucht Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement in Unternehmen

Immer weniger Menschen engagieren sich ehrenamtlich in festen Strukturen, viele setzen sich lieber spontan für eine Sache ein. Auch ermutigen viele Unternehmen ihre Beschäftigten, sich freiwillig für gemeinnützige Projekte zu engagieren. In einer Online-Befragung untersucht das Fraunhofer IAO, welche Bedeutung Unternehmen dem freiwilligen Engagement ihrer Beschäftigten beimessen.

Bei der jüngsten Hochwasserkatastrophe waren zahlreiche freiwillige Helfer aus allen Teilen Deutschlands im Einsatz, wie viele Medien immer wieder berichteten. Diese vielen Freiwilligen professionell in Krisenmanagement und Katastrophenschutz zu integrieren, bedeutet für die Hilfsorganisationen vor Ort einen hohen Organisations- und Koordinationsaufwand. In Zukunft werden diese Aufgaben verstärkt auf sie zukommen: Denn immer weniger Menschen wollen sich in festen Strukturen ehrenamtlich engagieren, sondern vielmehr spontan aktiv werden. Deshalb müssen Einrichtungen wie das Rote Kreuz oder das Technische Hilfswerk im Ernstfall Ungelernte in kürzester Zeit unter extremen Bedingungen einlernen und koordinieren.

Auch Unternehmen haben die Freiwilligenarbeit für sich entdeckt. So stellen sie beispielsweise Mitarbeiter für freiwillige Hilfsdienste frei oder organisieren gleich einen gesammelten Einsatz für eine bestimmte Aktion. »Corporate Volunteering« nennt sich das, wenn Unternehmen das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter systematisch fördern oder die eigene Belegschaft direkt in gemeinnützigen Projekten einsetzen.

Im Rahmen des Projekts »INKA – Professionelle Integration von freiwilligen Helfern in Krisenmanagement und Katastrophenschutz« untersucht das Fraunhofer IAO, wie Unternehmen mit Hilfsorganisationen kooperieren und das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter fördern können. In einer aktuellen Online-Befragung möchten die Fraunhofer-Wissenschaftler dazu herausfinden, welchen Stellenwert Freiwilligen-Engagement in Unternehmen hat. Insbesondere gilt es auszumachen, ob und wo Hindernisse bei der Unterstützung des freiwilligen Engagements von Beschäftigten liegen und wie Unternehmen dieses erleichtern könnten – insbesondere im Katastrophenschutz. Die Online-Umfrage dauert rund 15 Minuten und läuft vom 26. Juni bis 31. Juli 2013.

Das Fraunhofer IAO freut sich über Einschätzungen möglichst vieler Unternehmen verschiedener Größe und verschiedener Branchen, Die Teilnehmer erhalten auf Wunsch eine Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse.

Das Projekt INKA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Es bringt Vertreter aus den Bereichen Bevölkerungsschutz, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um Strukturen des ehrenamtlichen Engagements aus unterschiedlichen Perspektiven zu analysieren und neue wegweisende Konzepte praktisch zu erproben.

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/geschaeftsfelder/dienstleistungs-und-personalmanagement/1153-per-unternehmen-zum-ehrenamt.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Ab ins Ungewisse: Über das Risikoverhalten von Jugendlichen
19.01.2017 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie