Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Marktanalyse zu BPM Suites

11.12.2013
Zusammen mit der SP Consulting GmbH aus Ludwigshafen hat das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE eine Marktanalyse zum Thema „BPM SUITES“ durchgeführt. Die Ergebnisse wurden am 10. Dezember 2013 im Rahmen einer Abschlussveranstaltung im Fraunhofer-Zentrum präsentiert.

Die Entwicklung von Business Process Management (BPM) hat in den letzten fünf Jahren rasante Fortschritte gemacht. Insbesondere vor dem Hintergrund der Prozessautomatisierung setzen immer mehr Unternehmen entsprechende Werkzeuge ein – die BPM Suites. Doch was müssen Anwender beachten, wenn sie die Vorteile des BPM nutzen wollen? Was ist neu? Was ist Stand der Technik? Was leisten diese Programme?

Diese und andere Fragen wurden in der Studie detailliert beantwortet. Insgesamt nahmen neun einschlägige BPM-Produkthersteller an der Studie teil: Adobe Systems, AXON ACTIVE AG Schweiz, Bizagi Ltd., Bosch Software Innovations GmbH, camunda services GmbH, PROLOGICS IT GmbH, SAP Deutschland AG & Co. KG und Vitria Technology Deutschland GmbH; ein Teilnehmer möchte anonym bleiben.

In jeweils eintägigen Workshops präsentierte jeder der Anbieter sein Produkt vor der Fachpresse und vor den Wissenschaftlern. Dabei mussten alle Teilnehmer jeweils die gleichen Szenarien mit BPM-Lösungen bedienen. Diese wurden im Rahmen der Studie einander gegenübergestellt und ausgewertet.

Im Unterschied zu einigen in der Vergangenheit durchgeführten Studien anderer Einrichtungen ging es in dieser Studie um „BPM Suites im Einsatz“. Es wurde nicht das bloße Vorhandensein von Features abgefragt, sondern es wurden primär die nicht-funktionalen Aspekte, wie Einfachheit, Änderbarkeit, Integrierbarkeit und Brauchbarkeit, im Alltagskontext bewertet. Da insbesondere auch kleine und mittelständische Unternehmen von den Erkenntnissen profitieren sollen, die im Rahmen der Transferstelle für den Software-Cluster Rheinland-Pfalz verbreitet werden, wird die Studie kostenlos veröffentlicht.

Die Ergebnisse der Studie lassen zusammenfassend schließen, dass unter den betrachteten Produkten gegenwärtig weder eine perfekte noch eine wirklich schlechte BPM Suite existiert. Das beste Produkt im Test, die „Bizagi Enterprise Edition“, kommt auf einen Gesamterfüllungsgrad von 78% („gut +“).

Im Durchschnitt erzielten die untersuchten BPM Suites einen Gesamterfüllungsgrad von 67% („gut-“) und liegen damit in einem guten Bereich. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass Prozessmodellierung, Prozessumsetzung und die Integration von Systemen in allen betrachteten Produkten gut bis sehr gut umgesetzt sind. Allerdings gibt es insbesondere in den Bereichen Laufzeitmanagement und Prozesscontrolling bei allen Anbietern noch Verbesserungspotenzial.

Auch wenn die BPM Suite von Bizagi Ltd. in der Studie am meisten überzeugen konnte, so gibt es doch keine generelle Empfehlung, ausschließlich deren BPM Suite in Erwägung zu ziehen. Vielmehr wird in dieser Studie auf Basis der Stärken und Schwächen sowie der unterschiedlichen Zielsetzungen der untersuchten Produkte eine differenzierte Auswahlempfehlung gegeben, die im individuellen Fall insbesondere auch durch Kosten-Nutzenbetrachtungen abzurunden ist.

Unterstützt wurde diese Initiative durch zwei rheinland-pfälzische Ministerien: das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MBWWK).

Ansprechpartnerin Fraunhofer IESE:
Nicole Spanier-Baro
Leiterin PR/Marketing
Telefon +49 (631) 6800 1002
Fax: +49 (631) 6800-9-1002
nicole.spanier-baro@iese.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Fraunhofer-Platz 1
67663 Kaiserslautern
Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklungsmethoden. Die Produkte seiner Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Informationssysteme, Gesundheitswesen und Medizintechnik bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Die Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit ist das Institut der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.

Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer trägt das Fraunhofer IESE seit über 15 Jahren maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagiert es sich gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.

Das Fraunhofer IESE ist eines von 60 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten sie die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.

Martin Koch | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie