Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lebenserwartung korreliert nicht mit Gesundheit

17.11.2008
Kluft in Osteuropa am größten - Österreich im Mittelfeld

Die Gesundheit älterer Europäer ist in den verschiedenen Ländern extrem unterschiedlich. Das gilt sogar für Länder mit einer hohen Lebenserwartung. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Leicester gekommen.

Es wurde nachgewiesen, dass die Menschen in Estland, Lettland und Finnland nach dem 50. Lebensjahr weniger Jahre in guter Gesundheit erwarten. Die Briten schneiden mit rund 20 Jahren vergleichsweise gut ab, die Österreicher mit rund 14,5 Jahren schon deutlich schlechter. Die Autoren der Studie betonten, dass diese Zahlen den Regierungen helfen könnten, für die Zukunft zu planen. Details der Studie wurden in The Lancet veröffentlicht.

Das Team um Carol Jagger sammelte Daten zur Lebenserwartung und befragte anschließend ältere Menschen aus allen Ländern, ob Krankheiten ihre Lebensqualität beeinträchtigt hätten. Aus diesen Daten wurde berechnet, wie viele gesunde Lebensjahre die Männer und Frauen zu erwarten hatten. In manchen Fällen wurden so Probleme sichtbar, die sich aus der Analyse der Lebenserwartung allein nicht ergeben hätten.

Österreichische Frauen und Männer haben zum Beispiel eine durchschnittliche Lebenserwartung von 79 bzw. fast 84 Jahren. Aber nur die Hälfte der Jahre nach dem 50. Geburtstag verbringen sie bei relativ guter Gesundheit. In Deutschland und Finnland ist diese Kluft noch größer.

Die Bevölkerung der neuesten Mitgliedsstaaten der EU, die ohnehin niedrigere Zahlen gemeldet hatten, scheint im Alter verstärkt unter chronischen Krankheiten zu leiden. In Estland werden Männer durchschnittlich nicht einmal 73 Jahre, Frauen dagegen über 80 Jahre alt.

Männer erwarten nur neun Jahre bei guter Gesundheit, Frauen nur zehn Jahre. Jagger betonte, dass damit erstmals Daten vorlägen, die wirklich verglichen werden können. Es stelle sich die Frage, ob die Länder mit der längsten Lebenserwartung auch die gesündesten seien, schreibt BBC Online.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.le.ac.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops