Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lass mich – ich habe PMS!

15.03.2011
Psychologisches Institut der Uni Mainz führt bundesweit Online-Studie zum Prämenstruellen Syndrom (PMS) durch

Schlechte Laune, Brustempfindlichkeit, Reizbarkeit, Appetitveränderungen, Gelenkschmerzen, vermehrte Konflikte mit Partner, Freunden oder Arbeitskollegen: Viele Frauen kennen die Beschwerden in den „Tagen vor den Tagen“. Bis zu 80 Prozent der Frauen klagen über Beschwerden, die in der Woche vor der Periode auftreten und die auch als „Prämenstruelles Syndrom“, kurz PMS, bekannt sind.

Die Symptome des PMS sind ebenso vielfältig wie unterschiedlich. Obwohl ein Großteil der Frauen jeden Monat erneut unter PMS-Beschwerden leidet, gibt es bisher nur sehr wenige Studien dazu. Das soll sich ändern: Seit Februar 2011 untersucht das Psychologische Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) in Kooperation mit der Universität Linköping (Schweden), welche Faktoren, wie zum Beispiel die erlebte Partnerbeziehung oder Stress, mit prämenstruellen Symptomen zusammenhängen.

Für die bundesweite Erhebung sucht die Abteilung Klinische Psychologie der JGU Frauen, die an der Studie teilnehmen möchten. Die Teilnehmerinnen sollten zwischen 18 und 44 Jahre alt sein, einen regelmäßigen Menstruationszyklus haben und an prämenstruellen Beschwerden wie Niedergeschlagenheit, Brustempfindlichkeit oder Energielosigkeit leiden.

Für die Dauer eines Monats wird ein spezieller PMS-Kalender geführt, in dem unterschiedliche Beschwerden aufgeführt sind und von den Probandinnen täglich in ihrer Stärke eingeschätzt werden. Durch den Symptomkalender erhalten die Teilnehmerinnen einen individuellen Symptomverlauf, den sie zur weiteren Besprechung mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin nutzen können. Zudem werden die Probandinnen gebeten, zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten im Zyklus Online-Fragebögen auszufüllen. Da es sich um eine Internet-Studie handelt, können die Teilnehmerinnen bequem von zu Hause aus teilnehmen.

Nach Abschluss der Studie erhalten die Teilnehmerinnen eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro und einen sechsmonatigen Zugang zu einem PMS-Internet-Diskussionsforum. Wer Interesse hat, erhält nähere Informationen unter

http://www.kbt.info/pre.femin/registration/index.php?screening=5

Das Psychologische Institut hofft, dass die Studie dazu beitragen wird, das PMS und die Faktoren, die es aufrechterhalten, tiefgründiger zu erforschen und somit langfristig auch die Behandlungsmöglichkeiten für PMS ausbauen und verbessern zu können.

Weitere Informationen:
Dipl.-Psych. Katarina Schmelzer
Dr. Maria Kleinstäuber
Psychologisches Institut
Abteilung für Klinische Psychologie & Psychotherapie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
Wallstr. 3
D 55122 Mainz
Tel. +49 6131 39-39100
E-Mail: pre.femin@uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-mainz.de
http://www.kbt.info/pre.femin/registration/index.php?screening=5

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

nachricht Medizinische Innovationen für Afrika
02.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte