Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Künstliche Befruchtung: Medikamente keine Krebsgefahr

06.02.2009
Studienergebnisse sollen jahrzehntelange Debatte beenden

Die Einnahme von Fruchtbarkeitsmedikamenten erhöht das Risiko an einem Eierstockkrebs zu erkranken nicht. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Danish Cancer Society gekommen, für die die Daten von 54.362 Frauen ausgewertet wurden. Sie wurden zwischen 1963 und 1998 in allen dänischen Spezialkliniken behandelt.

Es konnte kein erhöhtes Krebsrisiko für alle eingesetzten Medikamente nachgewiesen werden. Das Team um Allen Jensen betonte jedoch, dass alle Frauen weiter begleitet werden müssen um langfristig sicherzustellen, dass diese Ergebnisse wirklich zutreffend sind. Details der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.

Laut den Wissenschaftlern hat es in den letzten drei Jahrzehnten eine umfangreiche Diskussion darüber gegeben, ob der Einsatz von fruchtbarkeitssteigernden Medikamenten das Eierstockkrebs-Risiko erhöht. Die Ergebnisse anderer Studien waren laut BBC teilweise widersprüchlich. Besondere Bedenken gab es bei Frauen, die sich mehreren Behandlungen unterzogen oder gar nicht schwanger wurden.

Von den Teilnehmerinnen der aktuellen Studie erkrankten 156 an Eierstockkrebs. Für die folgenden 16 Jahre konnte kein allgemein erhöhtes Krebsrisiko bei den vier untersuchten Medikamentengruppen nachgewiesen werden. Es konnte bei jenen Frauen kein erhöhtes Risiko festgestellt werden, die zehn oder mehr Behandlungseinheiten hinter sich gebracht hatten oder nicht schwanger wurden.

Bei den Frauen, die Clomifen eingenommen hatten, stieg das Risiko der häufigsten Form dieser Krebsart deutlich an. Die Wissenschaftler erklärten, dass es sich dabei wahrscheinlich um einen zufälligen Zusammenhang gehandelt haben dürfte. Da viele der Teilnehmerinnen noch nicht das Alter erreicht haben, in dem Eierstockkrebs am häufigsten auftritt, werden die Forscher die Frauen weiter begleiten. Jensen betonte, dass die aktuellen Forschungsergebnisse beruhigend seien.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.bmj.com
http://www.cancer.dk/Cancer/The+Danish+Cancer+Society.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten