Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Krebsrisiko bei Männern eindeutig höher

15.06.2009
Lebensstil und Gesundheitsbewusstsein entscheidend

Der Widerwille der Männer, gesund zu leben und zum Arzt zu gehen, könnte den Unterschied der Geschlechtsverteilung bei Krebserkrankungen und daraus resultierenden Todesfällen erklären. Laut einer Studie von Cancer Research UK erkrankten bei Krebsformen, an denen beide Geschlechter leiden, Männer um 60 Prozent eher.

Ihre Sterbewahrscheinlichkeit ist in der Folge um 70 Prozent höher als bei Frauen. Für dieses Phänomen gibt es keinen biologischen Grund. Denkbar sei jedoch, dass Frauen besser für sich sorgten. Experten forderten, dass Männern die Gefahr stärker bewusst gemacht wird. Es wird laut BBC angenommen, dass die Hälfte aller Krebserkrankungen durch Veränderungen des Lebensstils verhindert werden könnten.

Für die aktuelle Studie, die zeitgleich mit der Men's Health Week veröffentlicht wurde, analysierten die Wissenschaftler zuerst Daten zu allen Krebserkrankungen in den Jahren 2006 und 2007. Es zeigte sich, dass Männer allgemein um 40 Prozent eher an Krebs sterben als Frauen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung ist um 16 Prozent höher. Werden Brustkrebs und andere geschlechtsspezifische Krebsarten und Lungenkrebs - an dem häufiger Männer erkranken - ausgeschlossen, wird der Unterschied zwischen den Geschlechtern noch deutlich größer.

Die Forscher hatten erwartet, dass Frauen und Männer gleich wahrscheinlich an Krebs erkranken und sterben. Die Zahlen zeigten jedoch, dass die Diagnose bei Männern deutlich häufiger gestellt wird und dass sie abgesehen von Melanomen, auch eher daran sterben. David Forman vom National Cancer Intelligence Network erklärte, es sei bekannt, dass Männer weniger gesundheitsbewusst leben als Frauen.

Die Ergebnisse dieser Studie könnten also ein Spiegelbild dieser Haltung sein. Männer ändern ihren Lebensstil eher nicht, um das Krankheitsrisiko zu verringern und gehen bei Krebssymptomen eher nicht zum Arzt. Alan White, der Vorsitzende des Men's Health Forum meinte, dass Männern allgemein weniger bewusst sei, dass Faktoren wie Rauchen, Übergewicht, Alkohol, schlechte Ernährung und eine entsprechende Familiengeschichte zu einem erhöhten Krebsrisiko beitragen.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cancer.org.uk
http://www.ncin.org.uk
http://www.menshealthforum.org.uk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Ab ins Ungewisse: Über das Risikoverhalten von Jugendlichen
19.01.2017 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie