Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Korrosion als Gefahr für Wirtschaft und Umwelt

26.10.2009
Studie der World Corrosion Organisation möchte öffentliches Bewusstsein stärken

Eine aktuelle Studie der World Corrosion Organisation (WCO) führt eindringlich vor Augen, wie wichtig Korrosionskontrolle im Alltag ist.

Die Kosten durch Korrosionsfolgen in den Industrieländern belaufen sich auf 3-4 % des Bruttoinlandsprodukts. Doch die Studie zeigt auch, dass nicht nur wirtschaftlicher Schaden entsteht: Korrosion gefährdet die öffentliche Sicherheit, mindert die Lebensqualität und kann Gesundheits- und Umweltschäden nach sich ziehen.

Die Studie, die zahlreiche konkrete Beispiele mit Illustrationen enthält, ist in englischer Sprache verfügbar unter http://www.corrosion.org/images_index/whitepaper.pdf

Eine aktuelle Studie der World Corrosion Organisation (WCO) führt eindringlich vor Augen, wie wichtig Korrosionskontrolle im Alltag ist. In der Öffentlichkeit, in der Industrie und bei Behörden ist der Begriff "Korrosion" wenig bekannt. Gewöhnlich rückt er nur dann ins Blickfeld, wenn aufgrund von Korrosion ein spektakulärer Schadensfall eintritt, wenn also eine Brücke einstürzt oder eine Ölpipeline ausläuft. Deshalb muss die Korrosion stärker ins Bewusstsein gebracht werden - sowohl als alltägliches Phänomen als auch als Risiko.

Die Kosten durch Korrosionsfolgen in den Industrieländern belaufen sich auf 3-4 % des Bruttoinlandsprodukts. Doch die Studie zeigt auch, dass nicht nur wirtschaftlicher Schaden entsteht: Korrosion gefährdet die öffentliche Sicherheit, mindert die Lebensqualität und kann Gesundheits- und Umweltschäden nach sich ziehen. Das gilt weltweit, auch für Schwellen- und nicht-industrialisierte Länder.

Die Studie zeigt an konkreten Fällen, welche Gesundheitsgefahren von Korrosionsschäden ausgehen können. Ein Beispiel ist die Belastung der Menschen durch Schwermetalle, die beim Kochen aus minderwertigen Aluminiumtöpfen freigesetzt werden. Beim Transport durch undichte Wasserleitungen versickert Trinkwasser in großem Umfang. Die öffentliche Infrastruktur kann durch Korrosion angegriffen werden, mit negativen Folgen für die Sicherheit von Brücken, Straßenbauten und Gebäuden. Verkehrsmittel zu Lande, zu Wasser und in der Luft leiden unter Korrosion, was wiederum wichtige Sicherheitsfragen aufwirft. Viele Technologien zur regenerativen Energieerzeugung wie Offshore-Windparks, Turbinen für Gezeitenkraftwerke und die Verwertung bisher ungenutzter Energieträger mit aggressiven Verunreinigungen sind darauf angewiesen, dass Lösungen für die jeweiligen Korrosionsprobleme gefunden werden.

Die WCO-Studie gibt einen vollständigen Überblick über alle Technologiebereiche, die von Korrosion betroffen sind. Um die öffentliche Aufmerksamkeit für das Korrosionsproblem zu schärfen, hat die WCO einen Weltkorrosionstag ins Leben gerufen, der jährlich am 24. April stattfindet. In vielen Ländern weltweit werden an diesem Tag Veranstaltungen organisiert, bei denen die Auswirkungen von Korrosion auf das Alltagsleben, auf Wirtschaft und Umwelt dargestellt werden. Industrie, Regierungen, Bildungseinrichtungen und die breite Öffentlichkeit sollen gleichzeitig über Lösungen und notwendige Maßnahmen im Kampf gegen die Korrosion informiert werden.

Dr. Kathrin Rübberdt | idw
Weitere Informationen:
http://www.corrosion.org/
http://www.corrosion.org/images_index/whitepaper.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive