Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Investition in die Zukunft

01.03.2011
Deloitte-Studie sieht Private-Equity-Branche in Deutschland im Aufwind

Der aktuelle Stimmungsindikator der Private-Equity-Branche von Deloitte erreicht im vierten Quartal 2010 bereits wieder die Spitzenwerte der Boomjahre bis 2007. Die Gründe liegen in der Erholung der Gesamtwirtschaft sowie dem einfacheren Zugang zu Fremdkapital.

Mehr als die Hälfte der Private-Equity-Manager sehen hierbei bessere Kapitalzugangsmöglichkeiten, um damit neue Unternehmensbeteiligungen zu finanzieren - der höchste Wert seit dem ersten Quartal 2004. Als besonders attraktive Investitionsobjekte gelten dabei Unternehmen aus dem Bereich Konsumgüter, nach wie vor stehen auch Beteiligungen an Anbietern aus der Healthcare- und Life-Sciences-Branche hoch im Kurs.

Geografisch steht Deutschland im Bereich Handel solide da: Etwa ein Fünftel der Private-Equity-Manager würde heute hier erstmals investieren, insgesamt ist Deutschland für knapp zwei Drittel interessant.

"Die Private-Equity-Branche in Deutschland profitiert vom Aufschwung der Gesamtwirtschaft: Das Konjunkturbarometer zeigt nach oben und die Anzahl der Transaktionen nimmt zu. Die allgemeine Tendenz gilt für zahlreiche Branchen, vor allem aber im Handelssegment - wie auch der Börsengang von Tom Tailor oder der Verkauf der Takko-Kette zeigen", erklärt Christof Dreibholz, Partner im Bereich Transaction Services bei Deloitte.

Optimismus überwiegt

Deutliches Zeichen des Aufschwungs ist das Stimmungsbarometer: Mit einem Wert von 130 konnte es gegenüber der letzten Erhebung Anfang des Jahres 2010 um 14 Prozentpunkte zulegen und erreicht damit den Spitzenwert der Jahre bis 2007. Dabei sieht gut die Hälfte der befragten Manager optimistisch in die Zukunft - bei der letzten Erhebung waren es knapp zwei Drittel. Unabhängig davon - sicherlich auch vom Aufschwung getragen - erwarten 87 Prozent der Befragten eine Verbesserung der Finanzsituation ihrer Beteiligungen. Dazu trägt auch der einfachere Zugang zu Fremdkapital bei, der mittlerweile von 55 Prozent der Befragten erwartet wird.

Mehr Kapital, höhere Volumina, schärferer Wettbewerb

Mehr Kapital bedeutet tendenziell auch ein höheres
Transaktionsvolumen: Die europäischen LBO-Volumina sind im Jahr 2010 insgesamt auf 31,5 Mrd. Euro angestiegen. 2009 lagen sie noch bei neun Mrd. Euro. Aktuell erwarten 72 Prozent der Befragten, dass die Anzahl der Transaktionen steigen werden. Mit zunehmender Investitionsbereitschaft, schätzen 45 Prozent, werden auch die Multiples steigen, allerdings geht die knappe Mehrheit von gleichbleibenden Multiples aus. Im besonderen Fokus für Transaktionen stehen zurzeit die Healthcare- und Life-Science-Branche, aber auch Unternehmen der Konsumgüterindustrie, wobei das Interesse an den Branchen Energie-, Chemie- und Bergbau nachlässt.

Fokus auf dem Handel

Das Interesse an deutschen Handelsunternehmen entwickelt sich
solide: Über 20 Prozent der Befragten würden erstmals in ein deutsches Handelsunternehmen investieren, insgesamt halten 65 Prozent entsprechende Investments für viel versprechend.

Experten zufolge wird das Umsatzwachstum im Handelssektor in den nächsten Jahren bei zweieinhalb bis drei Prozent liegen. Wichtig für Investoren sind der nachhaltig darstellbare Marktanteil der Unternehmen sowie die Option von Folgeinvestitionen. Insbesondere richtet sich ihr Interesse auf Handelsunternehmen im oberen Preissegment, aber auch umsatzstarke Discounter gelten momentan als lohnende Transaktionsobjekte.

"Es bleibt abzuwarten, ob das zunehmende Interesse an Handelsunternehmen und dem Konsumgütersektor zum dauerhaften Trend wird. Das hängt nicht zuletzt auch von der weiteren Entwicklung der Binnenkonjunktur ab. Allerdings lässt die Vorliebe für das obere und untere Preissegment darauf schließen, dass sich die Investoren für mögliche Krisen wappnen wollen: Beide gelten im Unterschied zum mittleren Segment als krisenfester", ergänzt Guy Street, Partner im Bereich Transaction Services bei Deloitte.

Den Report finden Sie unter
http://www.presseportal.de/go2/dienstleistungen/corporate zum Download.
Über Deloitte
Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit einem Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. "To be the Standard of Excellence" - für rund 170.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine "private company limited by guarantee" (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), und/oder ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes dieser Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu Limited und ihrer Mitgliedsunternehmen finden Sie auf www.deloitte.com/de/UeberUns.

Isabel Milojevic | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.com/de/UeberUns

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Bedeutung von Biodiversität in Wäldern könnte mit Klimawandel zunehmen
17.11.2017 | Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

nachricht Medizinische Innovationen für Afrika
02.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

500 Kommunikatoren zu Gast in Braunschweig

20.11.2017 | Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Künstliche neuronale Netze: 5-Achs-Fräsbearbeitung lernt, sich selbst zu optimieren

20.11.2017 | Informationstechnologie

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

20.11.2017 | Geowissenschaften

Hemmung von microRNA-29 schützt vor Herzfibrosen

20.11.2017 | Biowissenschaften Chemie