Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Interfaces für die Produktion von morgen

18.06.2013
Trendstudie identifiziert Potenziale der Mensch-Technik-Interaktion in der Produktion
Das Fraunhofer IAO hat untersucht, welche Auswirkungen die Entwicklungen im Produktionsumfeld auf die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik haben werden. Die Studie zeigt die Potenziale zukunftssicherer Human-Machine Interfaces (HMI) auf und stellt künftige Anforderungen an die HMI-Gestaltung und HMI-Engineeringwerkzeuge vor.

Human-Machine Interfaces (HMI) haben als zentrale Schaltstelle der industriellen Fertigung wesentlichen Einfluss auf Qualität und Effizienz in der Produktion. Die Schnittstellen zwischen Mensch und Technik sind zuständig für die Steuerung und Überwachung der Anlagen und liefern wertvolle Informationen über deren Zustand. Die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen in der Produktion – wie sie u.a. unter dem Schlagwort »Industrie 4.0« diskutiert werden – verändern auch die Rolle der Mensch-Technik-Interaktion. Die zunehmende Vernetzung und Systemintelligenz versprechen mehr Flexibilität in den Prozessen, führen aber auch zu einer erhöhten Komplexität. Umso wichtiger wird es, die künftigen Nutzer bei der HMI-Entwicklung von Anfang an miteinzubeziehen.

In einer Trendstudie hat das Fraunhofer IAO die wichtigsten Handlungsfelder für eine erfolgreiche Mensch-Technik-Interaktion in der Produktion der Zukunft identifiziert und untersucht. Im Fokus der Studie standen Fragestellungen rund um die ergonomische HMI-Gestaltung sowie die Integration neuer Technologien wie Interaktions- und Erkennungstechnologien oder Social Media. Da HMI häufig mit speziellen Entwicklungswerkzeugen erstellt werden, widmet sich die Studie auch den Funktionalitäten und Möglichkeiten, die solche Tools bieten.

So zeigt die Studie, dass manche Werkzeuge zwar die Entwicklung unter anderem durch klassische SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition)-Funktionalitäten erleichtern, teilweise jedoch die Gestaltungsmöglichkeiten des HMI einschränken. Das richtige HMI-Werkzeug kann aber einen wesentlichen Innovationsvorteil bringen. Ein sich veränderndes Produktionsumfeld erfordert daher zukunftssichere HMI-Entwicklerwerkzeuge und eine genaue Analyse der Gestaltungsmöglichkeiten.
Inhaltlich basiert die Studie vorwiegend auf Workshops und Interviews mit einschlägigen Fachexperten aus den Bereichen Produktionsbetrieb, IT und Mensch-Technik Interaktion. Um möglichst anwendungsbezogene Ergebnisse zu erhalten, wurden sowohl Experten aus der Wissenschaft als auch aus der Praxis befragt. Die Studie zeigt auf, welche Veränderungen auf die Produktion zukommen und welche Anforderungen an die Gestaltung der Mensch-Technik Schnittstelle daraus resultieren.

Die Studie bietet konkrete Maßnahmen und Guidelines für die Gestaltung hochwertiger HMI und empfiehlt Kriterien für die Auswahl entsprechender Engineering-Werkzeuge. Diese helfen als Orientierung sowohl für die Gestaltung und Entwicklung von attraktiven HMI und effizienten Engineering-Werkzeugen als auch für die Auswahl einer geeigneten und zukunftssicheren HMI-Engineering-Umgebung.

Weitere Informationen

Die Studie steht als PDF-Version kostenlos zur Verfügung, die Printversion kann ab Ende Juni zum Preis von 59 € über den IAO-Shop bestellt werden.

Weitere Informationen:

http://www.iao.fraunhofer.de/images/iao-news/studie_future_hmi.pdf
https://shop.iao.fraunhofer.de/

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie