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Hälfte der Babys von heute wird 100 oder älter

02.10.2009
Steigende Zahl Älterer als Herausforderung für das Gesundheitssystem

Mehr als die Hälfte der Kinder, die heute in Großbritannien und anderen reichen Ländern geboren werden, haben laut dem Danish Ageing Research Centre an der Syddansk Universitet eine Lebenserwartung von 100 Jahren.

Die zusätzlichen Lebensjahre werden auch mit weniger ernsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen verbracht werden. Daten von mehr als 30 entwickelten Ländern zeigen, dass sich seit 1950 für beide Geschlechter die Wahrscheinlichkeit, älter als 80 Jahre zu werden, verdoppelt hat. Details der Untersuchung wurden in The Lancet veröffentlicht.

Die Lebenserwartung steige seit 1840 ständig an, ein Ende dieses Trends sei nicht abzusehen, erklärte der leitende Wissenschaftler Kaare Christensen. Würde die Lebenserwartung eine Grenze erreichen, erwarte der Wissenschaftler eine Verlangsamung der Entwicklung. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts lag die Wahrscheinlichkeit, zwischen 80 und 90 Jahre alt zu werden, für Frauen durchschnittlich bei 15 bis 16 Prozent und zwölf Prozent bei Männern. 2002 waren diese Werte auf 37 Prozent für Frauen und 25 Prozent für Männer angestiegen.

Bis zu den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hätten Verbesserungen bei der Überlebensrate bei Kleinkindern und in der Kindheit am meisten zur Erhöhung der Lebenserwartung beigetragen. Seit damals ist der Anstieg durch die Erhöhung der Überlebensrate der älteren Menschen verstärkt worden, die vor allem seit den siebziger Jahren deutlich geworden ist. Die Menschen verfügen laut den Wissenschaftlern heute über vier Lebensalter: Kind, Erwachsener, junges Alter und altes Alter. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die älteste Gruppe weniger gesund sei. Verantwortlich dafür sei teilweise, dass die Gebrechlichsten zuerst stürben.

Dänische Forscher hatten laut BBC nachgewiesen, dass 30 bis 40 Prozent der Menschen im Alter zwischen 92 und 100 Jahren noch völlig unabhängig waren. Eine US-amerikanische Studie mit 110- bis 119-Jährigen zeigte, dass auch in diesem Alter 40 Prozent wenig Unterstützung brauchten oder unabhängig waren. Christensen erläuterte, dass es in Großbritannien und anderen Ländern Hinweise auf eine Aufschiebung der Einschränkungen und Behinderungen durch eine schlechte Gesundheit gebe.

Das Ansteigen der chronischen Erkrankungen spiele dabei eigentlich keine Rolle. Verantwortlich dafür seien die Verbesserungen bei Diagnose und Behandlung von Herzerkrankungen oder Krebs. Die steigende Anzahl von alten und sehr alten Menschen bedeute in Zukunft eine große Herausforderung für das Gesundheitssystem.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.sdu.dk

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