Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektro- und IT-Ingenieure: Weniger als zehn Bewerbungen und zwei Verträge in der Tasche

01.03.2010
Aktuell zur CeBIT: Neue VDE-Studie "Young Professionals der Elektro- und Informationstechnik"

Die Stimmung ist gut. 75 Prozent aller befragten Young Professionals der Elektro- und Informationstechnik im VDE bewerten ihre persönlichen Karriereoptionen als gut bis sehr gut. 70 Prozent sind überzeugt davon, eine deutlich bessere Perspektive zu haben als Juristen oder Betriebswirte. Kein Wunder: Elektroingenieure tun sich vergleichsweise leicht damit, einen beruflichen Einstieg zu finden.

Vier von fünf Hochschulabsolventen benötigten weniger als zehn Bewerbungsschreiben. Nur jeder dritte musste an mehr als drei Vorstellungsgesprächen teilnehmen. Bei Vertragsabschluss hatten über 50 Prozent der Hochschulabsolventen die Zusage eines weiteren Unternehmens, weitere 30 Prozent konnten unter drei Angeboten wählen. Dies sind Ergebnisse der aktuellen VDE-Studie "Young Professionals der Elektro- und Informationstechnik", einer Befragung von über 700 jungen Ingenieurinnen und Ingenieuren im VDE. Allerdings sehen die Befragten auch negative Aspekte. Nur 40 Prozent sind davon überzeugt, dass ihr Beruf in der Öffentlichkeit ein gutes Image hat. Nur jeder Vierte glaubt, dass der Ingenieurberuf im eigenen Unternehmen hohe Anerkennung genießt.

Frauen auf dem Vormarsch
In der Elektro- und IT-Branche ist jede zehnte Stelle für die Elektro- und Informationstechnik durch eine entsprechend qualifizierte Frau besetzt. Bei den unter 30-Jährigen ist der Frauenanteil dabei bereits doppelt so hoch wie bei den älteren Ingenieurinnen. Zudem steht rund die Hälfte aller Frauen bereits in Führungsverantwortung. Zwei Drittel aller Young Professionals sind überzeugt, dass Ingenieurinnen genauso akzeptiert werden wie ihre männlichen Kollegen. Trotz dieser positiven Entwicklung können sich allerdings rund 20 Prozent der befragten Young Professionals vorstellen, dass es noch Vorgesetzte gibt, die einen männlichen Kollegen bei der Besetzung von Ingenieur-Führungspositionen bevorzugen würden. Bei den Ingenieurinnen sind fast 30 Prozent dieser Auffassung. Jeder Fünfte ist sich sicher, dass Frauen das Berufliche vor Freunde und Familie stellen müssen, um als Ingenieurinnen erfolgreich sein zu können. Jeder Zweite stimmt dieser These zumindest teilweise zu. Rund 40 Prozent der befragten Elektroingenieurinnen schließen nicht vollständig aus, dass Frauen bei gleicher Befähigung zumindest teilweise mehr leisten müssen als Männer, um sich beruflich ähnlich schnell weiterzuentwickeln. Bei den Männern glauben dies nur 13 Prozent.
Das Wichtigste in Kürze:

- 75 Prozent der Befragten bewerten ihre Karriereaussichten als gut bis sehr gut.

- 80 Prozent benötigten weniger als 10 Bewerbungen für den Berufseinstieg und hatten bei Vertragsabschluss die Zusage von mehr als einem Unternehmen.

- Obwohl der Ingenieurberuf ursprünglich als "Männerdomäne" galt, sind sich zwei Drittel aller Young Professionals sicher, dass Ingenieurinnen mittlerweile genauso akzeptiert werden wie ihre männlichen Kollegen.

- Ein Fünftel aller Befragten geht davon aus, dass es Vorgesetzte gibt, die männliche Kollegen bei der Besetzung von Ingenieur-Führungspositionen bevorzugen.

- 85 Prozent der Young Professionals sind interessiert daran, auch im Ausland berufliche Erfahrungen zu sammeln, wobei Europa und USA deutlich vor Asien liegen.

Für die Studie wurden rund 4.000 Young Professionals der Elektro- und Informationstechnik im VDE befragt. Geantwortet haben 718. Die Studie kann kostenlos im InfoCenter unter www.vde.com heruntergeladen werden.

Pressekontakt: Melanie Mora, Telefon: 069 6308-461, melanie.mora@vde.com

Melanie Mora | VDE
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik