Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drang zur Attraktivität bedeutet Angst vor Zurückweisung

03.06.2009
Psychologin: Alte Klischees erfüllen sich immer noch zu oft

Menschen, die den Drang haben, besonders attraktiv zu sein, haben einer neuen Untersuchung zufolge mehr Angst aufgrund ihres Aussehens zurückgewiesen zu werden, als jene die nicht so viel Wert darauf legen. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universitäten von Buffalo und Kent im Fachmagazin der American Psychological Association. Die Psychologinnen haben zudem auch gezeigt, dass Frauen ganz besonders sensibel auf Zurückweisungen wegen des äußeren Erscheinungsbildes reagieren.

Die Studienautorinnen Lora Park und Rachel Calogero haben auch entdeckt, dass Frauen, die glaubten, attraktiver sein zu müssen, um von ihrem gegenüber akzeptiert zu werden, mehr unter solchen Zurückweisungen litten. Das galt auch für Männer, die gewissen Schönheitsidealen nachhingen. "Es gibt eine Vielzahl von Studien, die die Vorstellung erwecken, dass physisch schönere Menschen weniger von anderen stigmatisiert werden und zudem mehr Vorteile in verschiedenen Lebensbereichen haben als jene, die als weniger attraktiv beurteilt werden", so Park. Unserem Studienergebnis nach, ist das Problem aber eher der selbstauferlegte Druck attraktiv sein zu müssen, um in der Gesellschaft anerkannt zu werden. Das versperrt vielen Menschen den Weg einer positiven Entwicklung und vor allem den Spaß am Leben."

"Das Ergebnis ist keine Überraschung", meint die Psychologin Caroline Erb von der Online-Partneragentur Parship im pressetext-Interview. "Wenn Menschen immer sehr auf ihr äußeres Erscheinungsbild achten, reagieren sie auf Zurückweisungen sehr empfindlich", so die Psychologin. Oftmals habe die Optik einen wesentlichen Einfluss auf das Befinden und demnach auch auf das Selbstwertgefühl. "Menschen, die sich auch über andere Charaktereigenschaften definieren, trifft eine Zurückweisung meist nicht so hart. Je selbstbewußter ein Mensch ist, desto weniger Einfluss haben etwaige Schönheitsmakel", so Erb.

Zum Menschsein gehöre es allerdings als fixer Bestandteil dazu, Makel und besondere Eigenheiten zu haben. "Auch im Hinblick auf das Eingehen von Beziehungen ist es wichtig, solche Makel zu haben, denn ein Mensch, der perfekt sein will, wirkt abschreckend." Mangelndes Selbstwertgefühl sei die Ursache vieler psychischer Probleme - von Körperschemastörungen bis hin zu Essstörungen.

Die Studienautorinnen haben für die Untersuchung insgesamt 106 weibliche und 114 männliche College-Studenten in den USA im Alter zwischen 18 und 33 Jahren befragt. Offensichtlich spielen bei der Beurteilung der eigenen Attraktivität auch die Medien eine große Rolle. "Ein weiterer Punkt ist zudem auch die Tatsache, dass sich das Klischee, wonach Frauen attraktiv sein müssen und Männer sich über den Beruf und andere Statussymbole definieren, leider immer noch bewahrheitet", so Erb.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.apa.org
http://www.parship.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Tempo-Daten für das „Navi“ im Kopf

06.12.2016 | Medizin Gesundheit

Patienten-Monitoring in der eigenen Wohnung − Sensorenanzug für Schlaganfallpatienten

06.12.2016 | Medizintechnik