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Darmspiegelung verhindert Schlimmeres

11.01.2010
Eine bevölkerungsweite Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums zeigt: Die Darmspiegelung schützt - das Risiko für Darmkrebs und seine Vorstufen wird drastisch vermindert!

"Die Untersuchungen der Heidelberger Forscher bestätigen die Datenerhebungen in den Praxen niedergelassener Gastroenterologen", konstatiert Dr. Arno Theilmeier vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).

"Unsere eigene dreijährige repräsentative Online- Dokumentation von fast 270.000 Darmspiegelungen bei symptomfreien Patienten über 55 Jahren ergab eine hohe Entdeckungsrate bei potenziellen Krebsvorstufen, die vorsorglich entfernt werden.“ "Durch das Darmkrebs-Screening werden 90 Prozent der Tumoren in frühen Stadien entdeckt, die entweder endoskopisch entfernt oder operativ geheilt werden können“, ergänzt bng-Sprecherin Prof. Dr. Birgit Kallinowski.

Die neue Studie belegt jetzt darüber hinaus auch, dass sich viel seltener fortgeschrittene Vorstufen von Darmkrebs finden, wenn bei einer Person innerhalb der letzten zehn Jahre eine Darmspiegelung durchgeführt worden ist. "Damit liegen erstmals belastbare Daten zur nachhaltigen Wirkung dieser wichtigen Vorsorgeuntersuchung vor", betont Dr. Theilmeier. "Wir hoffen sehr, dass diese Ergebnisse dazu beitragen, die Akzeptanz für die Darmkrebs-Vorsorge in der Bevölkerung zu verbessern." Wegen der nach wie vor zu niedrigen Teilnahme am Screening-Programm der gesetzlichen Krankenkassen plädiert der Berufsverband für ein Einladungsverfahren, mit dem anspruchsberechtigte Versicherte auf die Möglichkeit der Vorsorge hingewiesen werden.

Die niedergelassenen Gastroenterologen setzen sich seit Jahren über ihren Berufsverband für eine umfassende Anwendung der Darmspiegelung im Kampf gegen die zweithäufigste tumorbedingte Todesursache in Deutschland ein. Seit 2002 ist das Verfahren ein Bestandteil des Darmkrebs-Screenings, auf den jeder gesetzlich Versicherte über 55 Jahre alle zehn Jahre einen Anspruch hat. "Wenn alle anspruchsberechtigten Bürger zur Untersuchung kämen, ließen sich mehr als 95 Prozent aller Darmkrebserkrankungen vermeiden", erklärt Dr. Theilmeier.

Angebot an die Redaktionen: Wir bieten kompetente Gesprächspartner zu den Themen Darmkrebs, Hepatitis, Morbus Crohn und allen anderen Erkrankungen des Verdauungstraktes. Die Mitglieder des Berufsverbandes engagieren sich mit zahlreichen Projekten zur Versorgungsforschung für die Verbesserung der Behandlungsqualität der Patienten. Es gibt umfangreiche Datenerhebungen zu Darmkrebs, Hepatitis und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Gerne beantworten wir bei Bedarf Fragen für Ihre Berichterstattung. Regelmäßige Informationen finden Sie auch auf unserer Internet-Seite: www.gastromed-bng.de.

Kontakt: Dr. Holger Böhm, Tel.: 0231/92527-905, bng@skriptstudio.de

Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e.V.
Insel 3, 89231 Neu-Ulm, Telefon: 0700 26426426, Fax:0731 7054711
eMail: info@gastromed-bng.de

Dr. Holger Böhm | BNG
Weitere Informationen:
http://www.gastromed-bng.de

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