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D&B Studie Zahlungsmoral: Zahlungsmoral erreicht im 1. Quartal 2010 höchsten Stand seit zwei Jahren

28.04.2010
  • 80,7 Prozent der deutschen Unternehmen zahlten im 1. Quartal 2010 ihre Rechnungen vereinbarungsgemäß
  • Durchschnittlicher Zahlungsverzug bei 9,3 Tagen
  • Transportgewerbe und Verlage verbessern Zahlungsverhalten überdurchschnittlich

Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen erholte sich im 1. Quartal 2010 weiter. Laut einer Studie des Wirtschaftsinformationsdienstes D&B Deutschland erreichte die Zahlungsmoral mit 80,7 Prozent vereinbarungsgemäß zahlender Firmen den höchsten Stand seit zwei Jahren.

Weiterhin sank die Anzahl der Verzugstage zum zweiten Mal in Folge auf 9,3 Tage und durchbrach damit abermals die Negativtrends der letzten Jahre. "Die steigende Zahlungsmoral spiegelt das leichte Wachstum der deutschen Wirtschaft wider", erläutert Thomas Dold, Geschäftsführer von D&B Deutschland. "Allerdings bleibt die Erholung anfällig, da die Förderprogramme der Regierung noch keine konkreten Aussichten auf einen selbsttragenden Aufschwung geben", so Dold.

Branchen: Verlage und Transportgewerbe mit enormer Verbesserung
Im Vergleich zu den letzten 12 Monaten zahlten die meisten Branchen ihre Rechnungen pünktlicher. Von allen analysierten Branchen verzeichneten Unternehmen aus dem Bereich Transport und Logistik die größte Zunahme bei der Zahlungsmoral. Allerdings lag die Branche mit 74,2 Prozent vereinbarungsgemäßer Zahlungen auch im 1. Quartal 2010 noch weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Jedoch verzeichnete D&B bei diesen Unternehmen einen Anstieg der Zahlungsmoral um 5,3 Prozentpunkte im Vergleich zum vorherigen Quartal. Einzig Banken (minus 0,85 Prozentpunkte gegenüber dem 1. Quartal 2009) und Telekommunikationsunternehmen (minus 0,93 Prozentpunkte gegenüber dem 1. Quartal 2009) konnten bis dato nicht die Werte des Vorjahres erreichen.
Bundesländer unverändert: Bayern weiterhin top, Berlin bleibt Schlusslicht
In der Betrachtung der Unternehmen nach Bundesländern zeigt sich für die letzten Monate ebenfalls ein positiver Trend bei der Zahlungsmoral. Die Unternehmen aller Bundesländer zahlten ihre Rechnungen vermehrt pünktlich. Hierbei bleiben jedoch die bekannten Unterschiede weiterhin eindeutig sichtbar. In Bayern und Baden-Württemberg liegen die Unternehmen wie gehabt mit ihrer Zahlungsmoral über dem bundesdeutschen Durchschnitt. Berliner Unternehmen liegen hingegen weit darunter.
Ausblick: Der Trend ist grundsätzlich positiv
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten in ihrem kürzlich vorgestellten Frühjahrsgutachten ein Wirtschaftswachstum für Deutschland von 1,5 Prozent im Jahr 2010. Die D&B-Prognose liegt hingegen weiterhin bei 1,2 Prozent. Getragen wird das Wachstum fast ausschließlich von der wieder gestiegenen Nachfrage aus dem Ausland, speziell aus Fernost. Die Inlandsnachfrage und der Konsum der Privathaushalte werden das Wachstum absehbar nur wenig unterstützen. Die Tendenz ist jedoch grundsätzlich positiv, was sich auch in einer positiven Entwicklung der Zahlungsmoral niederschlagen wird. Doch aller Euphorie zum Trotz wird es bei den aktuellen Wachstumsprognosen noch mehr als zwei Jahre dauern, bis die deutsche Wirtschaft das Vorkrisenniveau wieder erreicht haben wird.
Exkurs: Global Payment Index Q4 2009
Die D&B-Daten zeigen, dass sich das Zahlungsverhalten von Unternehmen weltweit im 4. Quartal 2009 gebessert hat. Damit setzte sich eine Entwicklung fort, die bereits im 2. Quartal 2009 begonnen hatte. Dennoch ist das Risiko von Zahlungsverzögerungen, auch größerer, in allen Regionen der Welt weiterhin vorhanden. D&B führt diese offensichtliche Verbesserung zu einem guten Teil darauf zurück, dass die Kreditinstitute im aktuellen Umfeld restriktivere Kreditkonditionen auferlegten und rigorosere Bewertungen des Ausfallrisikos vornehmen. Obwohl die Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum durch die starke asiatische Nachfrage und, in geringerem Ausmaß, durch die Aufstockung der Lagerbestände in den entwickelten Volkswirtschaften steigen, ist die Zahlungsverzögerung von Region zu Region höchst unterschiedlich.
Die komplette Studie zur Zahlungsmoral im 1. Quartal 2010 steht hier zum Download bereit:

www.dnbgermany.de/media/10-Q1-DnB-Studie-Zahlungsmoral.pdf

Über D&B Deutschland
D&B Deutschland (früher Dun & Bradstreet) ist ein Unternehmen der Bisnode Gruppe und gehört zum weltweiten D&B Netzwerk, dem Weltmarktführer für Wirtschaftsinformationen und Firmenbewertungen. Unternehmen aus allen Branchen nutzen die Daten und Lösungen von D&B Deutschland zur Bonitätsprüfung, bei der Kundengewinnung und im strategischen Einkauf.

Basis dafür ist die D&B Datenbank mit Informationen über 4,5 Millionen deutsche und mehr als 160 Millionen Unternehmen weltweit. In die Bonitätsbewertung der Firmen fließt auch deren Zahlungsverhalten ein. Dazu wertet D&B alleine in Deutschland jährlich mehr als 600 Millionen Rechnungsinformationen aus.

Die Zuordnung aller Informationen zu den Unternehmen ist durch die von D&B eingeführte D-U-N-S® Nummer eindeutig. Die D-U-N-S® Nummer wird unter anderem vom Verband der Automobilindustrie (VDA), vom Verband der Chemischen Industrie (VCI), von der Europäischen Kommission und von der ISO als Standard empfohlen und eingesetzt.

Pressekontakt:
Christian Noack
Manager Public Relations
D&B Deutschland GmbH
Havelstraße 9
64295 Darmstadt
T: +49 6151 1375 736
F: +49 6151 1375 99 736
M: +49 175 7237786
noack@dnbgermany.de

Christian Noack | D&B Deutschland GmbH
Weitere Informationen:
http://www.dnbgermany.de

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