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Bildung braucht Bewegung

24.04.2012
Studie: Verbesserung der schulischen Leistungsfähigkeit durch Sport

Neurowissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln untersuchen derzeit an der Grundschule in Köln-Müngersdorf die Auswirkung des Schulsports auf die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit der Schüler.


Kind mit EEG-Kappe
Foto: DSHS

Dafür werden jeweils vor und nach der Schulsportstunde ein Teil der in Klasse 3 bundesweit eingeführten Vergleichsarbeiten VERA3 (Grundschuläquivalent zur PISA Studie) durchgeführt.

Parallel dazu wird mittels EEG-Analyse der neurophysiologische Zusammenhang von Sport und Gehirnaktivität untersucht. Die Untersuchungen finden jeweils Montagvormittag vor und nach dem Sportunterricht in der vierten Unterrichtsstunde statt.

Im Rahmen einer ersten Pilotstudie mit Viertklässlern konnten die Wissenschaftler der Sporthochschule mittels Elektrotomographie (sLORETA) eine Zunahme der tonischen elektrokortikalen Grundaktivität (alpha-Aktivität) im sensorischen Kortex nach körperlicher Aktivität nachweisen sowie eine Abnahme der Hirnaktivität in temporalen Hirnarealen, die eng mit dem Sprachverständnis verbunden werden.

Beides deutet auf grundlegend positive Auswirkungen des Schulsports auf das Körperbewusstsein (u.a. Entspannungsfähigkeit) bzw. die kognitive Leistungsfähigkeit (Aufmerksamkeitsfähigkeit/Konzentrationsfähigkeit) hin.

Die derzeit durchgeführten Forschungsarbeiten sollen diese Befunde ausweiten und in einen schulischen Alltagsbezug stellen sowie die zu beschreibenden, neurophysiologischen Veränderungen in direkten Kontakt zur kognitiven Leistungsfähigkeit in der Schule stellen.

Kontakt
Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft
PD Dr. Stefan Schneider
Tel.: 0221 4982-7520
E-Mail: schneider@dshs-koeln.de

Sabine Maas | idw
Weitere Informationen:
http://www.dshs-koeln.de/

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