Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bessere Luft verlängert Lebensdauer in Städten

22.01.2009
US-Amerikaner leben durchschnittlich fünf Monate länger

Die Verringerung der Luftverschmutzung in US-amerikanischen Städten in den vergangenen Jahrzehnten hat das Leben ihrer Einwohner um durchschnittlich fünf Monate verlängert. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Brigham Young University und der Harvard School of Public Health gekommen.

Die Wissenschaftler stellten die Luftverschmutzung und die Statistiken zur Lebenserwartung von 51 Städten zwischen 1980 und 2000 einander gegenüber. Es zeigte sich, dass die Menschen im Jahr 2000 durchschnittlich 2,72 Jahre länger lebten. Diese Verlängerung der Lebenszeit um 15 Prozent wurde auf den Rückgang der Luftverschmutzung zurückgeführt. Details der Studie wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Für die aktuelle Studie wurden hochentwickelte statistische Modelle eingesetzt, die dazu dienten, die verschiedenen anderen Faktoren hinter den Veränderungen der Lebenserwartung herauszufiltern. Dazu gehören unter anderem Rauchen und Reichtum, aber auch Migration aus und in die untersuchten Städte. Die Untersuchung konzentrierte sich auf die "PM 2.5" Verschmutzung, die die Menge winziger Partikel mit einem Durchmesser von einem Zwanzigstel des menschlichen Haares messen kann. Diese feinen Partikel können tief in die Lunge gelangen und wurden mit der Verschlechterung von Krankheiten wie Asthma und Herzleiden in Zusammenhang gebracht.

In Städten mit der größten Veränderung der Luftqualität gewannen die Menschen durchschnittlich rund zehn Monate Lebenszeit dazu. Für jede Verringerung um zehn Mikrogramm pro Kubikmeter Feinstaub, erhöhte sich die Lebenserwartung um mehr als sieben Monate. In einigen der früher am stärksten belasteten Städte wie Pittsburgh und Buffalo betrug die Verringerung fast 14 Mikrogramm pro Kubikmeter. C Arden Pope, einer der beteiligten Wissenschaftler, erklärte, dass bemerkenswerte Fortschritte erzielt worden seien. Es zeige sich, dass Investitionen in eine bessere Luft entscheidende Vorteile brächten.

Frühere Studien haben laut BBC bereits nachgewiesen, dass eine schlechte Luftqualität Lungen- und Herzerkrankungen negativ beeinflussen kann. Offizielle Stellen schätzen, dass allein in Großbritannien die Luftverschmutzung die Lebensdauer durchschnittlich um acht Monate verkürzt, und das trotz der Verbesserungen der letzten Jahre. Experten gehen davon aus, dass die Einhaltung strengerer Emissionsrichtlinien diese Belastung um fast die Hälfte reduzieren kann.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.byu.edu
http://www.hsph.harvard.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie