Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Markt für Content basierte Mobilfunkanwendungen ist auf Wachstumskurs

18.02.2002


Bis 2006 vergrößert sich das Marktvolumen um das Neunfache / Umsatz der Anbieter steigt allerdings nur geringfügig

Der Markt für mobile Datenanwendungen mit digitalen Inhalten (Mobile Content) in Westeuropa wird innerhalb der nächsten vier Jahre von zwei auf 18,9 Milliarden Euro wachsen. Dabei wird jedoch der ausschließlich über Mobile Content-Anwendungen erwirtschaftete Umsatz der Mobilfunkbetreiber und Content-Anbieter mit fünf bzw. acht Prozent vom Gesamtumsatz relativ gering ausfallen.

Die Content-Anwendungen – insbesondere Spiele und Nachrichten - sind aber ein Katalysator für die Nutzung der traditionellen Angebote von Mobilfunkbetreibern und Content-Anbietern. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse der Studie „Digital Content for Global Mobile Services“, die das internationale Beratungs- und Prüfungsunternehmen Andersen im Auftrag der Informationsgesellschaft der Europäischen Kommission durchgeführt hat.

Wie die Studie zeigt, telefonieren Nutzer von Mobile Content-Anwendungen in der Regel häufiger. Darüber hinaus können Content-Anbieter mit Hilfe mobilfunkspezifischer Anwendungen den über den Verkauf traditioneller Medienprodukte erwirtschafteten Umsatz steigern. „So dürfte beispielsweise eine Zeitung einen verstärkten Absatz ihrer Print-Ausgabe erreichen, indem sie Vorankündigungen auf die Mobiltelefone potenzieller Leser verschickt“, erklärt Dr. Andreas Gentner, zuständiger Partner bei Andersen.

Ein Vergleich des europäischen Marktes mit erfolgreichen Mobile Content-Märkten macht deutlich, dass die europäischen Mobilfunkbetreiber fast zwangsläufig nicht in der Lage sind, für Content-Anbieter ein technologisch und geschäftlich attraktives Umfeld zu schaffen. Während beispielsweise Japan einen gemeinschaftlichen Ansatz gewählt hat, wirken auf dem europäischen Markt die verschiedenen Kräfte gegeneinander, so die Studie. Jeder Anbieter versucht, sich als Marktführer zu etablieren und Kunden exklusiv an sich zu binden. Die Mobilfunkanbieter sind außerdem durch einen hohen Schuldenstand belastet, der ihre Bereitschaft verringert, in barrierebrechende Technologien (z. B. Fakturierungssysteme) zu investieren.

Wie die Studie außerdem zeigt, besteht ein wesentliches Hindernis für die weitere Marktentwicklung darin, dass Mobilfunkbetreiber die Anbieter von mobilem Content nicht ausreichend an dem durch die Anwendungen erwirtschafteten Umsatz teilhaben lassen: Falls die Betreiber einen zu großen Anteil für sich beanspruchen, wird dies die Bereitschaft der Anbieter mindern, entsprechende Anwendungen zu entwickeln. Demzufolge werden dann, aufgrund der abnehmenden Netznutzung, wiederum die Einnahmen der Betreiber sinken - so die Prognose von Andersen.

Die Studie „Digital Content for Global Mobile Services“ identifiziert die wesentlichen Maßnahmen, mit denen die Mobilfunkbranche, die EU-Staaten und die Europäische Kommission die Entwicklung des Marktes für Mobile-Content in Europa vorantreiben können.

Ute Freundl | Presse
Weitere Informationen:
http://www.andersen.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten