Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gezielte Behandlung kann Lungenkrebs-Risiko verringern

31.10.2007
Erste Tests mit Retinolsäure vielversprechend

Die Behandlung mit Retinolsäure, einem Derivat von Vitamin A, könnte helfen das Lungenkrebs-Risiko ehemaliger Raucher zu verringern. Es wird vermutet, dass die Lungenzellen, die während jahrelangen Rauchens geschädigt wurden, weiter wachsen und auch später noch zu Krebszellen mutieren können. Wissenschaftler der University of Texas haben nachgewiesen, dass dieser Behandlungsansatz das Wachstum dieser Zellen verringern kann. Details der Studie wurden im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht.

Rauchen ist für 90 Prozent des zuordbaren Risikos für Lungenkrebs verantwortlich. Das Risiko bleibt laut BBC auch viele Jahre, nachdem damit aufgehört wurde, erhöht. Die Werte von Nichtrauchern werden nie mehr erreicht. Fast die Hälfte der neu diagnostizierten Fälle von Lungenkrebs tritt bei ehemaligen Rauchern auf. Die Forscher des MD Anderson Cancer Center konzentrierten sich auf 225 Personen, die in der Vergangenheit starke Raucher waren, aber dann mit dem Rauchen aufgehört hatten. Die Freiwilligen erhielten entweder eine dreimonatige Behandlung mit einer Form von Retinolsäure in Kombination mit Vitamin E, eine andere Form von Retinolsäure oder ein Bildpräparat.

Die Forscher untersuchten Proben des Lungengewebes, die vor und nach der Behandlung entnommen wurden. Das Ausmaß der Wucherung der Zellen wurde mittels des Biomarkers Ki-67 festgestellt. Beide Behandlungsformen verringerten das Ausmaß der Wucherungen in der parabasalen Schicht der Zellen. In der basalen Schicht konnte keine Verringerung des Zellwachstums nachgewiesen werden. Weitere Untersuchungen seien laut den Wissenschaftlern daher erforderlich, um die genaue Wirkung von Retinolsäure zu erforschen. Sie gehen jedoch davon aus, dass die Reduzierung der Wucherungen die Entwicklung eines Tumors verlangsamen sollte.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.mdanderson.org
http://jnci.oxfordjournals.org

Weitere Berichte zu: Cancer Lungenkrebs Lungenkrebs-Risiko Retinolsäure Wucherung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten