Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wann sind Kunden bereit, mobile Werbebotschaften weiterzusenden, und welche Vorbehalte haben sie?

31.10.2007
Neue Verbraucherstudie der Universität Augsburg zum mobilen viralen Marketing / Wer an der Online-Umfrage teilnimmt, kann einen von zwei GPS-Handhelds von Fujitsu Siemens Computers gewinnen.

Wann sind Kunden bereit, mobile Werbebotschaften an ihre Freunde und Bekannten weiterzusenden und welche Vorbehalte haben sie? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich eine neue Studie der Universität Augsburg, die derzeit per Internet-Fragebogen (http://mm5.wi-mobile.de) durchgeführt wird. Wer mitmacht, kann attraktive Preise gewinnen.

Die Nutzung des Mobiltelefons für Werbezwecke wird unter dem Schlagwort "Mobile Marketing" intensiv von Marketingexperten diskutiert. Von der wissenschaftlichen Seite wird dieses Phänomen von der Arbeitsgruppe Mobile Commerce an der Universität Augsburg untersucht. Von besonderem Interesse ist dabei die Weitersendung der Werbebotschaften von Kunde zu Kunde, das sogenannte Mobile Viral Marketing. In einer vorangegangenen Studie hatten die Augsburger Forscher 44 Mobile-Marketing-Experten befragt, von denen fast 70 Prozent mobiles virales Marketing als wichtiges zukünftiges Marketinginstrument identifiziert haben. Welche Kunden bereit sind, sich an Mobile Viral Marketing Kampagnen zu beteiligen, soll derzeit eine Studie an der Universität Augsburg klären. "Uns interessiert, welche Inhalte sich am besten für Mobile Viral Marketing eignen, wer diese verbreitet und an wen sie versendet werden," so Dietmar Wiedemann, Mobile-Marketing-Experte der Augsburger Arbeitsgruppe, "Das Phänomen Viral Marketing beginnt erst, auf das mobile Endgerät überzugreifen. Damit der Einstieg gelingt, müssen Werbetreibende bereits jetzt die Erfolgsfaktoren dieses innovativen Marketinginstruments identifizieren. Unsere Studie ist hierzu ein erster Schritt."

Um diese Fragestellungen beantworten zu können, bitten die Augsburger Forscher um möglichst zahlreiche Teilnahme an ihrer Umfrage. Die Untersuchungsergebnisse werden wissenschaftlich veröffentlicht und auch die Teilnehmer selbst können auf Wunsch nach Abschluss der Studie eine Auswertung der Ergebnisse erhalten. Für die Beantwortung der Fragen ist kein Spezialwissen erforderlich, relevant ist nur die persönliche Einstellung und Einschätzung jedes einzelnen Kunden. Mitmachen kann also jeder, der ein Handy besitzt. Die Umfrage kann im Internet unter http://mm5.wi-mobile.de aufgerufen werden. Teilnehmen lohnt sich, denn wer mitmacht, kann einen von zwei GPS-Handhelds von Fujitsu Siemens Computers gewinnen - ein UMTS-Smartphone PocketLoox T830 und ein PDA PocketLoox N520. Unterstützung erfährt das Forschungsprojekt von der Mobile Entertainment Plattform sms.at und der Mobile Community peperonity.com.

Und mobiles virales Marketing funktioniert. Schon in der jüngsten Zielgruppe (6-13 Jahre) ergab eine britische Studie von Intuitive Media, dass 29 Prozent der Befragten bereits Musik über Bluetooth an ihre Freunde übertragen und weitere 45 Prozent sich vorstellen können, dies ebenfalls zu tun. Ähnliche Werte ermittelte das Marktforschungsinstitut OpinionWay für eine erwachsene Zielgruppe in Deutschland: Je nach analysierter Kampagne versendeten 19 bis 65 Prozent eine mobile Grußkarte mit Werbeinhalten einmal und 22 bis 41 Prozent sogar mehrmals. Dabei nahmen Empfänger, die die Grußkarte von Freunden bekamen, überproportional häufiger an der Aktion teil als Erstempfänger, die vom Unternehmen adressiert wurden.

Längst hat auch die Werbebranche erkannt, dass Werbung, die vom Kunden ausgeht, glaubwürdiger wirkt und Streuverluste minimiert. "Da Konsumenten - und nicht Unternehmen - die mobilen viralen Inhalte verbreiten, treten diese aufgrund ihrer sozialen Stellung im persönlichen Netzwerk als Garant für die Relevanz und Glaubwürdigkeit der Botschaft auf", so Projektleiter Wiedemann. Die Tatsache, dass mobile virale Inhalte typischerweise zwischen Personen mit denselben Interessen ausgetauscht werden, ermöglicht Unternehmen zudem gezielt und meist ohne zusätzliche Kosten spezielle Zielgruppen anzusprechen, die ansonsten über andere Werbemaßnahmen nur schwer und unter hohen Streuverlusten erreichbar wären.

Bei allen Chancen, die Mobile Marketing bietet, mahnen die Augsburger Forscher jedoch die Unternehmen auch zur Vorsicht: "Das Mobiltelefon als Werbemedium wird nur erfolgreich sein, wenn die Zielgruppenanalyse stimmt, das Medium richtig angewendet und eine Win-Win-Situation zwischen Unternehmen und Kunden geschaffen wird. Dem Kunden muss ein klarer Nutzen geboten werden", so Dr. Key Pousttchi, Leiter der Arbeitsgruppe Mobile Commerce. "Denn ein Unternehmen, das hierbei das Gießkannenprinzip anwendet oder dem Kunden auf die Nerven geht, beschädigt seine Marke."

Zugriff auf die Umfrage: http://mm5.wi-mobile.de

Pressekontakt:

Dr. Key Pousttchi
Arbeitsgruppe Mobile Commerce
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49 (177) 6319508
Fax +49 (821) 598-4432
key.pousttchi@wi-mobile.de
Informationen zur Online-Umfrage:
Dietmar Wiedemann
Arbeitsgruppe Mobile Commerce
Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon +49 (176) 24638753
dietmar.wiedemann@wi-mobile.de
Die Arbeitsgruppe Mobile Commerce im Web: http://www.wi-mobile.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://mm5.wi-mobile.de

Weitere Berichte zu: Commerce Viral Werbebotschaft Zielgruppe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

ICTM Conference 2017: Production technology for turbomachine manufacturing of the future

16.11.2016 | Event News

Innovation Day Laser Technology – Laser Additive Manufacturing

01.11.2016 | Event News

#IC2S2: When Social Science meets Computer Science - GESIS will host the IC2S2 conference 2017

14.10.2016 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie