Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Markenbewusstsein: Kinder kopieren ihre Eltern

06.09.2007
Abgrenzungs-Bedürfnis steigt mit zunehmendem Alter

Bei der Entwicklung eines persönlichen Markenbewusstseins spielen für Kinder in erster Linie die Eltern eine Rolle. Wie die aktuelle Grundlagenstudie "Marken als Fixsterne im kindlichen Universum" von IP Deutschland zeigt, wird der Umgang mit Marken vorwiegend von den eigenen Eltern erlernt.

Befragt wurden 48 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren - das Ergebnis: Der Nachwuchs setzt sich in erster Linie aus zwei Gründen mit Marken auseinander: Erstens haben Kinder die Erwartung, dass Marken bestimmte Bedürfnisse erfüllen könne, zweitens sind sie daran interessiert, jenes Wissen und jene Erfahrungen zu sammeln, die offenbar für die Erwachsenen relevant sind.

"Tatsächlich wird der Umgang mit Marken vorwiegend von den eigenen Eltern erlernt, so dass Eltern die erste Instanz sind, welche Kindern den Umgang mit Marken vermittelt und erste Wertehaltungen vorlebt", bestätigt Cornelia Krebs, Abteilungsleiterin Mediaanalyse bei IP Deutschland, gegenüber pressetext.

Je nach Alter und Entwicklungsstufe ändern sich auch die Funktionen von Marken für ein Kind. Während in sehr frühen Jahren vor allem das Demonstrieren von Dazugehörigkeit im Mittelpunkt steht, wird mit zunehmendem Alter das Abgrenzungs-Bedürfnis immer wichtiger. Zunächst legen die Kinder Wert darauf, etwa mittels Wahl bestimmter Marken bei ihren Schultaschen klar zu zeigen, dass sie bereits "dazu gehören" und zur Schule gehen dürfen. Umso älter, desto stärker ist dann das Bedürfnis, sich zu individuell von anderen zu distanzieren und die eigenen Vorlieben in den Vordergrund zu stellen.

Wie aus der Studie hervorgeht, legen Kinder auch sehr viel Wert darauf, Wissen über objektiv nachvollziehbare Produkteigenschaften zu erhalten. Im Idealfall verkörpert eine Marke ein Werte-System, das für die jeweilige Entwicklungsstufe des Kindes von Bedeutung ist. Kann eine Marke nicht damit aufwarten, wird sie von den Kindern eher negativ beurteilt. "Kinder erwarten von Marken, dass sie ihnen bei der Entwicklung helfen und sie erwarten, dass Marken sich als Erlebnis inszenieren", sagt Krebs auf Nachfrage von pressetext. Um also in der Kinderzielgruppe erfolgreich zu sein, müssen Marken auch speziell in Hinblick auf diese positioniert und kommuniziert werden.

Drei Kernpunkte sind laut Studie unerlässlich, um eine Marke bei Kindern zu einem "Fixstern" zu machen. Erstens braucht das Produkt eine unverwechselbare Haptik, Symbolik und Funktion. Zweitens sollte die Marke Werte verkörpern und in gewisser Weise Ratschläge geben. Und drittens ist es wichtig, omnipräsent zu sein. Eine Marke ist dann ideal für ein Kind, wenn sie im Alltag allgegenwärtig ist. "Kinder, die viele Marken kannten und richtig benennen konnten, wirkten souverän in den Interviews. Die Marken geben ihnen Orientierungshilfen in der Multioptionalität, mit der Kinder konfrontiert sind. Kinder mit geringer Markenkenntnis wirkten eher unsicher. Sie trugen oder besaßen Markenprodukte, ohne dies zu wissen", so Krebs abschließend.

Claudia Zettel | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.ip-deutschland.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neue Wirkstoffe aus dem Baukasten: Design und biotechnologische Produktion neuer Peptid-Wirkstoffe

13.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Analyse komplexer Biosysteme mittels High-Performance-Computing

13.12.2017 | Informationstechnologie