Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

WHO-Studie warnt vor weltweitem Epidemierisiko

23.08.2007
Weltweite Solidarität ist der einzige Ausweg

Infektionskrankheiten breiten sich rascher aus als je zuvor, warnt die WHO. Laut dem Jahresbericht der Weltgesundheitsorganisation ist das Risiko einer weiteren großen Epidemie wie Aids, Sars oder Ebola sehr groß. Vor allem, da mehr als 2,1 Mrd. Menschen derzeit jährlich mit dem Flugzeug unterwegs sind. Die WHO fordert verstärkte Anstrengungen, weitere Ausbrüche von Krankheiten zu verhindern. Informationen über Viren sollen weitergegeben werden, um die Entwicklung neuer Impfstoffe zu ermöglichen. Ohne diese Maßnahmen könnte es zu dramatischen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die internationale Sicherheit kommen.

Laut dem Bericht mit dem Titel A Safer Future kommt es zu einem bisher nie da gewesenen Auftreten neuer Krankheiten. Derzeit wird jährlich eine neue Krankheit entdeckt. Seit den siebziger Jahren sind 39 neue Krankheiten entstanden. In den letzten fünf Jahren wurden von der WHO mehr als 1.100 Epidemien verzeichnet. Dazu gehörten Cholera, Kinderlähmung und Vogelgrippe. "Es wäre extrem naiv und selbstgefällig anzunehmen, dass es früher oder später keine weiteren Krankheiten wie Aids, Ebola oder Sars geben wird." Die gemeinsame Nutzung von medizinischen Daten, Wissen und Technologie durch die reichen und armen Länder ist einer der realisierbarsten Ansätze für eine Sicherung der Gesundheit.

Derzeit ist die WHO in eine Kontroverse mit Indonesien verwickelt. Es geht um die Proben des H5N1-Virus. Die Regierung hat sich geweigert, die Proben an die WHO weiterzugeben. Grund dafür ist laut BBC die Befürchtung, dass daraus Impfstoffe entwickelt würden, die für die Bevölkerung nicht bezahlbar sind. China ist erst seit Juni bereit seine Proben weiterzugeben. Der Bericht fordert außerdem, dass die Regierungen die Ausbrüche von Epidemien nicht wie schon so oft verschweigen sollen. Fast die Hälfte aller an die WHO weitergeleiteten Informationen stammte von den Medien.

... mehr zu:
»Aids »Ebola »Epidemie

Die Resistenz gegen Medikamente bedeute eine weitere ernste Bedrohung. Die WHO macht dafür den falschen Einsatz von Antibiotika und die schlechte medizinische Versorgung verantwortlich. Vor allem gelte das für Tuberkulose-Erkrankungen. In ihrem Vorwort schreibt die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan, dass Zusammenarbeit für die Bekämpfung von Epidemien entscheidend sei. "Die weltweite Bedrohung durch diese Gefahren fordert auch eine weltweite Solidarität."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.who.int

Weitere Berichte zu: Aids Ebola Epidemie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien

08.12.2016 | Energie und Elektrotechnik

Entlastung im Güterfernverkehr

08.12.2016 | Verkehr Logistik

Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

08.12.2016 | Physik Astronomie