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Bayern und Baden-Württemberg bieten ihren Bürgern ein hohes Maß an Sicherheit

20.08.2007
Im aktuellen Bundesländer-Vergleich der Bertelsmann Stiftung zeigt sich das Saarland stark verbessert

Bayern und Baden-Württemberg bieten ihrer Bevölkerung das höchste Maß an Sicherheit: Nirgendwo sonst sind die Bürger so wenig von Kriminalität und Armut bedroht wie zwischen Rhön und Alpen. Das zeigt der aktuelle Bundesländer-Vergleich, den die Bertelsmann Stiftung heute zum vierten Mal seit 2001 veröffentlicht.

Mit ihrer umfassenden Studie "Die Bundesländer im Standortwettbewerb" werden neben der "Si­cherheit" auch die Bereiche "Einkommen" und "Beschäftigung" unter die Lupe genommen. "Die wirtschaftliche Dynamik, die Sicherheit der Arbeitsplätze oder das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, kann zu einem erheblichen Teil von den Bundesländern selbst beeinflusst werden", sagte Vorstandsmitglied Dr. Johannes Meier bei der Vorstellung der Studie.

Im Bereich "Sicherheit" zeigt auch die weitere Reihenfolge, dass der Süden und Südosten Deutschlands in punkto Kriminalitäts- und Armutsbekämpfung deutlich erfolgreicher ist als die nördlichen Bundesländer. Im Ampelsystem der Bertelsmann Stiftung liegen neben Bayern und Baden-Württemberg auch Thüringen, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland im grünen Be­reich. Als einziges Nordlicht konnte sich Niedersachsen in die Spitzengruppe schieben. Im Mittel­feld liegen die Bundesländer Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Im roten Bereich befinden sich die Stadt-Staaten Hamburg, Berlin und Bremen.

Im Bereich "Beschäftigung", mit den beiden Zielgrößen Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit, kann Hamburg seine Spitzenposition behaupten. Auf den weiteren Plätzen im grünen Bereich folgen Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Bremen, das Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Im Mittelfeld liegen Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die Schlussgruppe wird von den Ostdeutschen Ländern Sachsen, Thüringen, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gebildet.

Im Bereich "Einkommen", der aus den beiden Zielgrößen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und Wirt­schaftswachstum gebildet wird, liegt Hamburg weit vorn. Zur Spitzengruppe gehören Bayern, Ba­den-Württemberg, Bremen und das Saarland. Im Mittelfeld liegen Hessen, Rheinland-Pfalz, Sach­sen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Bei Thürin­gen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern steht die Ampel auf Rot.

Besonders erfolgreich entwickelte sich im Bundesländer-Vergleich der Bertelsmann Stiftung das Saarland. Es liegt in allen betrachteten Dimensionen im grünen Bereich. Im Zeitraum zwischen 2004 und 2006 hat das Saarland mit rund 2,5 Prozent das stärkste Wirtschaftswachstum vorzu­weisen. Auch die Erfolge am Arbeitsmarkt können sich sehen lassen: Unter allen Bundesländern liegt es mit einer Erwerbstätigenquote von 72,4 Prozent auf dem sechsten Platz. "Trotz einer drü­ckenden Schuldenlast zeigt das einstige Sorgenkind, wie mit kluger Innovationspolitik und dem günstigen Rückenwind der Weltkonjunktur der Strukturwandel angegangen werden kann", sagte Meier.

Um die Standortqualität in den einzelnen Bundesländern messen und vergleichen zu können, er­arbeitete eine Expertengruppe unter der Leitung des Würzburger Wirtschaftswissenschaftlers Professor Norbert Berthold ein detailliertes Analyseinstrumentarium. Dabei wurden sowohl die Er­folge als auch die Aktivitäten der Bundesländer in den Dimensionen "Sicherheit", "Einkommen" und "Beschäftigung" untersucht.

Julia Schormann | idw
Weitere Informationen:
http://www.bertelsmann-stiftung.de

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