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NEG-Umfrage 2007: Kleine Unternehmen benötigen ein spezifisches Informationsangebot zum E-Business

17.08.2007
Kleine Unternehmen nutzen zunehmend das Internet für ihre Geschäfte. Ihr Informationsbedürfnis zum E-Business ist daher in den vergangenen beiden Jahren erheblich gestiegen. Es unterscheidet sich teilweise stark von dem der größeren Unternehmen.

Dies ist ein zentrales Ergebnis der diesjährigen Umfrage des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG). Sie zeigt, wie das Internet verstärkt auch in kleineren Unternehmen in die Geschäftsprozesse integriert wird und welcher Informations- und Beratungsbedarf daraus resultiert. Der ausführliche Berichtsband mit den Ergebnissen der Studie ist soeben erschienen und im Internet erhältlich.

"Inzwischen sind auch viele kleine Unternehmen für das Thema E-Business sensibilisiert. Ihr Informationsbedarf unterscheidet sich teilweise jedoch deutlich von dem der größeren Unternehmen, auch was die Themen angeht. Bei Online-Recht und Online-Kundenservice besteht ein weit überdurchschnittlicher Informationsbedarf, das Thema 'Standardisierung im E-Business' ist hingegen noch nicht bei den kleinen Unternehmen angekommen", erläutert Projektleiter Dr. Kai Hudetz vom ECC Handel, Köln.

Bundesweit beteiligten sich 2.537 Unternehmen an der Online-Untersuchung "Elektronischer Geschäftsverkehr in Mittelstand und Handwerk - Ihre Erfahrungen und Wünsche". In der Stichprobe sind kleinere Unternehmen besonders gut vertreten: Mehr als die Hälfte der Befragten beschäftigen weniger als 10 Mitarbeiter. Alle Wirtschaftszweige sind angemessen repräsentiert, rund 40 Prozent der teilnehmenden Unternehmen erbringen Dienstleistungen.

Kostenfreie, neutrale Beratung für kleine Unternehmen besonders wichtig

Anfragen per E-Mail und per Telefon sowie Informationswebsites sind für Unternehmen aller Größenklassen die wichtigsten Informationskanäle zum E-Business. Die kostenfreie, neutrale Beratung, wie sie insbesondere von den Kompetenzzentren des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr angeboten wird, ist jedoch für kleine Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern erheblich wichtiger als für größere Unternehmen (10 bis 500 Mitarbeiter): Für 52,1 Prozent der kleineren Unternehmen ist dieses Angebot wichtig oder sehr wichtig, bei den größeren Unternehmen sind es rund zehn Prozent weniger. Für die größeren Unternehmen sind dagegen Fachtagungen, Messen und Kongresse, aber auch Seminare und Schulungen sowie Workshops und Anwenderforen von höherem Interesse.

Online-Recht und Online-Kundenservice sind E-Business-Themen, die von kleinen Unternehmen besonders intensiv nachgefragt werden. Auch zur elektronischen Rechnung besteht ein vergleichsweise höherer Informations- und Beratungsbedarf. An den Themen 'Standardisierung', 'Elektronischer Datenaustausch' und 'neue Technologien' haben die kleineren Unternehmen hingegen ein vergleichsweise unterdurchschnittliches Interesse.

Die Umfrage wurde unter Federführung des E-Commerce-Center Handel vom Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr durchgeführt und vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag sowie vom Zentralverband des Deutschen Handwerks unterstützt. Die Unternehmen wurden im ersten Quartal 2007 befragt. Die Studie dient dazu, das Leistungsangebot der Kompetenzzentren des NEG noch stärker an den Bedürfnissen der Zielgruppe auszurichten. Eine erste Umfrage zum Thema fand 2005 statt.

Der ausführliche Berichtsband zur Studie ist nun verfügbar. Er enthält neben den Gesamtergebnissen auch detaillierte Ergebnisse nach Größenklassen, Branchen und Regionen. Weitere Informationen sowie den kompletten Band zum kostenlosen Download erhalten Sie unter http://www.ec-net.de und beim Projektleiter Dr. Kai Hudetz, ECC Handel.

Das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr

Das NEG (http://www.ec-net.de) ist ein Verbund von 25 regionalen Kompetenzzentren für den elektronischen Geschäftsverkehr und einem Branchenzentrum für den Handel. Diese unterstützen Mittelstand und Handwerk bei der Einführung und Nutzung von E-Business. Das Netzwerk wird seit 1998 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

E-Commerce-Center Handel (ECC Handel)

Das ECC Handel (http://www.ecc-handel.de) wurde 1999 als Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, insbesondere kleine und mittelständische Handelsunternehmen zum Thema E-Commerce zu informieren. Zahlreiche Aspekte des E-Commerce im Handel hat das ECC Handel in eigenen Studien untersucht. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert und ist in das NEG eingebunden.

Dr. Kai Hudetz
Tel: 02 21 / 94 36 07 70
E-Mail: k.hudetz@ecc-handel.de

Birgit Bott | idw
Weitere Informationen:
http://www.ec-net.de
http://www.ecc-handel.de

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