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Hormonsubstitution bei hypertensiven Frauen unter Hydrochlorothiazid Drospirenon unterstützt die antihypertensive Therapie

08.08.2007
Postmenopausale Frauen, die aufgrund einer Hypertonie mit dem Diuretikum Hydrochlorothiazid (HCTZ) behandelt werden, profitieren im Falle klimakterischer Beschwerden von einem Hormonpräparat, das neben Estradiol das Gestagen Drospirenon (DRSP) enthält.

Denn diese Hormonkombination bewirkt aufgrund der aldosteron-antagonistischen Wirkung von DRSP eine weitere leichte Blutdrucksenkung und vermittelt darüber hinaus einen kaliumsparenden Effekt, der dem durch HCTZ induzierten Kaliumverlust entgegen wirkt. Das hat eine Studie von Richard A. Preston et al. von der Miller School of Medicine der Universität Miami/USA ergeben (Menopause, 14, 3: 1-7).

Signifikante zusätzliche Blutdrucksenkung am Tag und in der Nacht An der randomisierten, placebokontrollierten Doppelblind-Studie nahmen 36 postmenopausale Frauen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren teil, bei denen eine milde Hypertonie bekannt war (systolischer Blutdruck von 140 bis 159 mmHg, diastolischer Blutdruck von 90 bis 99 mmHg) und die aufgrund der Hypertonie mit 25 mg HCTZ behandelt wurden. Zusätzlich zur bestehenden HCTZ-Medikation erhielten diese Frauen im Cross-over-Design jeweils vier Wochen lang eine Hormonkombination aus 1 mg 17β-Estradiol und 3 mg Drospirenon oder Placebo. Die Effekte der Hormontherapie auf den Blutdruck wurden mittels einer ambulanten 24-Stunden-Blutdruckmessung kontrolliert.

Es zeigte sich eine gegenüber Placebo signifikante zusätzliche Blutdrucksenkung infolge der Hormonbehandlung. Sie betrug im Mittel systolisch 7,2 und diastolisch 4,5 mmHg, wobei der Blutdruck durch die Hormonbehandlung sowohl während des Tages als auch während der Nacht gesenkt wurde.

Estradiol-Drospirenon-Kombination - kaliumsparender Effekt Gleichzeitig wurde unter der Kombination von Estradiol und Drospirenon, ein kaliumsparender Effekt beobachtet. Unter der zusätzlichen Hormongabe war ein signifikant geringerer HCZT-bedingter Abfall der Kaliumspiegel zu beobachten und es entwickelten weniger Frauen eine Hypokaliämie.

Das Studienergebnis bestätigt laut Preston et al. damit Beobachtungen aus früheren Untersuchungen, wonach eine Estradiol/Drospirenon-Kombination bei Frauen unter antihypertensiver Therapie (ACE-Hemmer, AT2-Antagonisten) die Blutdrucksenkung unterstützt. Nach den nun vorliegenden Daten gilt dies auch für die Kombination mit dem breit eingesetzten Diuretikum Hydrochlorothiazid, wobei zugleich ein kaliumsparender Effekt vermittelt wird.

In der Studie erwies sich die Estradiol/Drospirenon-Kombination zudem als sicher und gut verträglich. Unerwünschte Nebenwirkungen im Hinblick auf die Blutdrucksenkung oder die Kaliumbilanz wurden nicht gesehen.

Günstige Zusatzeffekte des Gestagens therapeutisch nutzen Nach Angaben der Autoren zeigt die aktuelle Untersuchung, dass eine Hormontherapie mit Estradiol und Drospirenon bei postmenopausalen Frauen mit milder Hypertonie neben der günstigen Wirkung auf die klimakterischen Beschwerden in Kombination mit Antihypertensiva additive blutdrucksenkende Effekte hat, die sich therapeutisch nutzen lassen. Denn die Hypertonie ist nach Preston et al. ein häufiger Risikofaktor bei postmenopausalen Frauen, wobei in aller Regel zwei und mehr Antihypertensiva notwendig sind, um eine adäquate Blutdruckkontrolle zu realisieren. Ist eine Hormonsubstitution indiziert, so kann die Wahl eines geeigneten Gestagens dazu beitragen, eine gute Blutdruckkontrolle bei möglicherweise geringerem Einsatz von Antihypertensiva zu gewährleisten.

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